00:00:00: Kinder-Schutz-Podcast.
00:00:02: Wir hören von den Menschen, die Kinder und Jugendliche schätzen, schützen und starten.
00:00:08: Wir schauen in die Schubladen, die sonst geschlossen bleiben.
00:00:11: Wir liefern wertvolle Informationen und Tipps, damit wir hinhören.
00:00:16: Der Kinder-Schutz-Podcast.
00:00:21: Liebe Zuhörende, ich darf Sie ganz herzlich zu einer weiteren Folge des Kinder-Schutz-Podcasts begrüßen.
00:00:26: Mein Name ist Jerome Braun.
00:00:28: Und ich freue mich sehr, heute Tobias Dillinger bei mir zu haben.
00:00:33: Er ist der Initiator der Medienzeit Elternblog, Medienunternehmer und Gründer einer Kommunikationsagentur, die sich, weiß gar nicht, ob man es Englisch oder Deutsch ausspricht, DNMC, ich mache es gleich Englisch, sozusagen seit vierzehn Jahren auf Social Media und KI spezialisiert hat.
00:00:53: hat Online-Magazine gegründet, auch wieder verkauft und ist, das ist, glaube ich, das wichtigste Vater eines zwölfjährigen Sohnes, also hautnah in der Zielgruppe der digital Heranwachsenden und engagiert als Elternsprecher, Schulelternsprecher, Kreiselternrat und, und, und.
00:01:14: Aber heute sprechen wir über den Medienzeit-Elternblock, den Tobias gegründet hat.
00:01:23: Lieber Tobias, lange Rede.
00:01:25: Jetzt freue ich mich erst mal, dich begrüßen zu dürfen.
00:01:28: Herzlich willkommen bei unserem Podcast.
00:01:30: Ja, vielen Dank für die Einladung.
00:01:32: Am besten hat mir gefallen, das Wichtigste ist Vater von einem zwölfjährigen Sohn, das finde ich auch.
00:01:37: Das ist, wie ich genau so gesagt, das ist das Wichtigste.
00:01:41: Würde ich auch so sehen.
00:01:42: Zumal, wer ja beim Kinder-Schutz-Podcast sind, aber das ist tatsächlich auch die Einstellung, Familie, Kinder, immer an erster Stelle.
00:01:49: Und genau aus diesem Grund machen wir das ja auch hier, damit wir und machst vor allem du das, was du tust, noch gar nicht so lange.
00:01:58: Und im Vorgespräch hast du mir jetzt gerade schon so verraten, ihr seid schon bei über zwei Millionen Menschen, die, ich glaube, allein in diesem Monat eure Beiträge angeschaut haben.
00:02:08: Aber bevor wir ... bevor wir da einsteigen.
00:02:13: Gibt es noch etwas, was ich vergessen habe bei der Beschreibung?
00:02:16: Umfasstest es soweit?
00:02:18: Oder willst du zu dir noch irgendwas ergänzen?
00:02:21: Ah, das war schon ganz gut.
00:02:22: Also ich mache seit vierzehn Jahren Social Media.
00:02:25: Das ist, glaube ich, das, was hier einfach entscheidend ist mit der Agentur natürlich für Kunden, also für Marken, für Personen, für TV-Sendungen, für alles, was überdreienlich auf dem Baum ist.
00:02:37: Und was halt tatsächlich jetzt auch ein Riesenvorteil ist.
00:02:41: Also jetzt gerade, wir haben jetzt dieses Online-Magazin Medienzeit gegründet.
00:02:45: Wir erzählen gleich mal um, also können wir gleich irgendwie drauf eingehen.
00:02:49: Aber das hätte natürlich nicht den Wumms, wenn man jetzt da so ganz unbeleckt rangeht.
00:02:54: Das ist natürlich alles, was da ist, entstanden ist.
00:02:56: Da ist es natürlich schon von Vorteil, dass man das schon ein paar Hundert mal gemacht hat.
00:03:01: Du sagst ja auch mitmachen ist immer besser als zuschauen.
00:03:04: Ich glaube absolut.
00:03:09: Mein reden können viele, aber machen tun es am Ende weniger.
00:03:13: Das ist auch mein Hauptpunkt immer tatsächlich.
00:03:16: Das ist das was mir andauernd begegnet.
00:03:18: Also wie oft ich irgendwo sitze mit, man müsste mal und irgend einer müsste doch mal und man könnte doch und so und das ist das wirklich nicht mein Ding.
00:03:26: Also wenn ich wenn ich irgendwas anpacken will, dann pack ich es an.
00:03:29: Ich überlege nicht, ob das richtig, ob das falsch ist.
00:03:34: Auch jetzt betrifft dann auch die Inhalte, über die wir dann reden.
00:03:38: Alles, was ich mache, mache ich aus einem guten Grund und mit einer klaren Haltung.
00:03:43: Und dann gibt es auch kein Falsch.
00:03:45: Also aus meiner Perspektive raus.
00:03:46: Da wäre es einfach falsch, Dinge nicht zu tun.
00:03:49: Ja.
00:03:50: Und da Sie mal eigentlich schon aus dem Punkt gab es einen wirklichen Auslöser zu sagen, so, jetzt reicht es mir.
00:03:58: Ich möchte jetzt... Informationen in die Welt bringen zu dem, was da draußen viel mehr in der digitalen Welt passiert.
00:04:06: oder gab es wirklich ein Aha-Erlebnis?
00:04:09: Das ist tatsächlich ganz spannend.
00:04:11: Ich habe es vorhin auch überlegt, wann so der Punkt ist, an dem ich das Internet nicht mehr nur als heile Welt wahrgenommen habe, um es mal so ganz böse zu sagen.
00:04:18: Also, man macht jetzt seit vierzehn Jahren das Agenturgeschäft, wir verkaufen darüber Produkte, wir machen Sachen groß, das ist ja nun mal das, was wir tagtäglich machen.
00:04:28: Wir machen nie Werbung an Kinder.
00:04:29: Das ist schon mal eine Sache, die, wo wir sagen, wir haben schon einen hohen ethischen Anspruch an das, was wir machen.
00:04:36: Und ich glaube, ich habe vorhin mit meiner Mitgesellschaft darüber geredet.
00:04:41: Ich glaube, den ersten großen Beruch bei mir gab es, glaube ich, im Jahr zwei Tausend Südzehn, wo ich dann plötzlich gemerkt habe, Campidge Analytica war so eine Sache, die ist da irgendwie aufgeploppt.
00:04:50: Erinnern uns an den Wahlkampf damals, USA.
00:04:53: Da war das ein Riesenthema, plötzlich war das in der Presse.
00:04:56: Und wir saßen in der Agentur und dachten halt nur so, okay, ist doch klar, dass das einer macht.
00:05:01: Logisch, das machen wir jeden Tag auch für ganz viele Marken.
00:05:03: Also Microtargeting ist in der Agentur-Szene, weil es einfach keine große Sache ist, das jetzt in den politischen Botschaften zu machen.
00:05:08: Okay, so plötzlich sitzt man aber da und denkt so, naja, wenn ich das jetzt für eine Partei gemacht hätte, hätte die wahrscheinlich auch in der Wahl mehr Stimmen gehabt.
00:05:16: Und dann fängt man schon ein bisschen nachdenklich und überlegt schon, was man so mit seinen Möglichkeiten eben so anstellen kann.
00:05:24: Dann kamen so ganz viel hintereinander.
00:05:26: Dann, so glaube, im Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr die ja irgendwie eine Milliarde mal geguckt wurde, also eine absolute Abrufzahl auch hatte.
00:05:55: Und wenn man sich das anguckt, denkt man sich so, boah, die wussten das.
00:05:59: Also die wussten, was sie mit Kindern machen, sie wussten, wie diese Algorithmen funktionieren, sie wussten, wo das alles hinterhint.
00:06:03: Und wir reden jetzt immer noch über die Vergangenheit, das ist alles tausend Jahre her.
00:06:08: Und dann tatsächlich in der Zeit zwischen drin, ich habe ein Kind, der ist jetzt mittlerweile zwölf, das heißt, der war damals schon auf dem Weg in die Schule.
00:06:15: Oder war sogar schon in der Grundschule und da ging es dann los, da hatten die ersten, hatten ihre Handys und ich hab das schon immer drauf geguckt und dachte mir schon so, das ist irgendwie alles nicht richtig.
00:06:23: Also das fühlt sich nicht so an wie etwas, das man Kindern einfach so in die Hand geben sollte.
00:06:29: Und hab dann in der Schule... Also eigentlich recht lange, recht viel gemacht.
00:06:33: Das hast du selber schon gesagt mit irgendwie Elternsprecher.
00:06:36: Dann habe ich in den Konferenzen, die wir da hatten, einen Vortrag gehalten über sozusagen Dinge, die die Kindernetz erleben.
00:06:43: Daraus sind tausend Fragen entstanden.
00:06:45: Dann habe ich Beispiele gebracht, wie ich das mit meinem Sohn versuche, irgendwie umzugehen, wie ich ihm Dinge erkläre.
00:06:51: Also er hat jetzt nicht zwölf Jahre mit Holzspielzeug gespielt.
00:06:53: Er ist schon in einem Medienhaushalt, wo auch alles da ist.
00:06:58: Und so richtig der Knackpunkt für den Blog war dann tatsächlich die letzte Elternkonferenz an der Grundschule.
00:07:08: Also hier in Brandenburg ist die Grundschule sechs Jahre lang.
00:07:11: Und als ich dann da weg bin, stand so die Frage im Raum, Tobi, wenn du nicht mehr da bist, wer erzählt uns denn dann die Sachen, die so passieren?
00:07:19: Und dann habe ich dann, kannst du nicht ein Newsletter machen oder können wir nicht irgendwo so was basteln?
00:07:27: Und dann habe ich halt überlegt, wie man das irgendwie macht, auch mit drei anderen Eltern zusammen.
00:07:31: Also es ist jetzt nicht Tobi alleine, sondern nicht die große bunte Tobi-Show, wie meine Mitgesellschaft darin sagen würde, sondern war schon so ein Gedanke, können wir das irgendwie stemmen?
00:07:42: Was können wir da machen?
00:07:43: Dann ist aber so, dass Eltern lesen keine E-Mails.
00:07:45: Daher war eine Newsletter, wahrscheinlich wäre die denkbar schlecht, dass die Idee gewesen, um Menschen zu erreichen.
00:07:52: Dann haben wir gedacht, okay, wir können ja so online Archiv machen, wo man einfach Informationen abstellt, die sich dann die Klassen einfach abrufen können, die Elternsprecher weiterverbreiten können.
00:08:00: Also in so eine Richtung gedacht.
00:08:02: Aber das ist ja nicht praktikabel.
00:08:04: Also das macht keinen Spaß, das zu erstellen, das macht keinen Spaß, das zu teilen.
00:08:08: Also da passiert nachher einfach nicht genug.
00:08:11: Und dann war die einzige letztlich Lösung, die man irgendwie sagt, wir probieren das mal, wir machen mal ein Blog.
00:08:17: Und dieser Blog war... Das ist wirklich krass, also der dürfte natürlich nichts kosten.
00:08:22: Der musste so einfach sein, dass das jeder in der Schule, also jeder Papa, jede Mama, jeder der auf der Internet kann oder nicht, die mussten alle in der Lage sein, das zu benutzen, weil ich jeder nicht alleine schreiben wollte, sondern sollte jeder Zugang haben von den Eltern, Vertretern und sollte auch eben was beitragen können.
00:08:35: Dann haben wir uns entschieden wirklich für ein Google-Blog.
00:08:38: Also sieht aus wie ein neunziger Jahre, hässlich ist Internet grauenhaft, schlimm zu designen, man kann fast nichts machen, aber es ist so simpel, dass es wirklich jeder kann.
00:08:48: Und wir haben angefangen, der Inhalter einzustellen.
00:08:51: Das war dann so im Mai, Juni, diesen Jahr.
00:08:53: Also alles wirklich gar nicht lange her.
00:08:56: Und im ersten Monat war es dann so, da habe ich mal irgendwann geguckt, so auf die Statistiken.
00:08:59: Also wir haben natürlich alles richtig gemacht, da hatten Schutzkramen, haben alles gedacht und hatten auch einen Anwalt, der auch ein Papa ist, der uns hilft.
00:09:05: Also das war wirklich so so ein Co-Projekt von ganz vielen Menschen, die alle mit angepackt haben.
00:09:10: Und wir haben dann wirklich im ersten Monat, haben wir auf die Abrufzahlen geguckt und dachten, das kann ja nicht wahr sein.
00:09:15: Also im ersten Monat waren das schon irgendwie knapp dreißigtausend Aufrufe.
00:09:18: So, und davon dreihundert aus Prostam.
00:09:20: Also überhaupt nicht so, dass unsere Schule in der Lage gewesen wäre, dreißigtausend Abrufe zu produzieren.
00:09:25: So, und dann haben wir jetzt geguckt, welche Inhalte werden denn aufgerufen?
00:09:28: Und es waren eben genau die Sachen, Social Media, Abwandern, Handy, KI, gefährlich oder nicht.
00:09:35: Also Games, ganz viele Fragen zu Games.
00:09:37: Also es waren genauso die Themen, die halt einfach wirklich schnell sehr groß wurden.
00:09:42: Und dann dachte ich in Sommerferien, jetzt hast du es losgetreten, jetzt kannst du es richtig machen.
00:09:47: Und dann haben wir medienzeit-elternblock.de als URL gekauft, haben die Seite so gebaut wie sie jetzt ist, also sie ist gebaut wie ein Magazin, das hat schon die Idee, dass man sagt, wie sieht denn so ein Magazin normalerweise aus und hat so Bricken und man findet Inhalte wieder, man hat eine Suche, man hat eine Struktur, man hat... Also haben versucht das möglichst, möglichst so zu machen, wie das Internet aussehen sollte.
00:10:09: Ja, bis hin zum Newsletter gedacht, also ganz viel.
00:10:13: Und hatten dann einen Monat nach dem, nach dem, also nach dem Launchern schon, ich glaube, keine Ahnung, sechzig-siebzigtausend Aufrufe.
00:10:20: Den Monat drauf waren es schon achtzig, dann waren es schon über hundert.
00:10:23: Und wie du vorhin schon vorweggenommen hast, im November waren das jetzt also Mittel, also nicht nur der Blog, sondern alle Kanäle zusammen.
00:10:29: Wir haben Instagram noch gelaunst, wir haben auf LinkedIn relativ viel noch gemacht und der Blog zusammen sind wir jetzt bei, also damals, wir haben knapp die zwei Millionen geschraben, ein bisschen drunter.
00:10:39: Aber zwei Millionen Aufrufe für Inhalte, in denen wir von Eltern für Eltern erklären, was Kinder auf Smartphone erleben.
00:10:48: Und ich habe mich mit allen vernetzt, die Rangennamen haben.
00:10:53: Wir sind im Kontakt mit Daniel Wolf, wir haben Silke Müller angefragt, wir haben mit Thomas Gabriel Rüdiger was gemacht, wir haben Julia von Weiler mit drin, Alena Mess, Barbara Herbst, eine Psychologin aus Hamburg.
00:11:03: Die sind alle dann dazugekommen.
00:11:05: Also Maya Sommer, noch eine Moderatorin, die im Frühjahr Kika gemacht hat.
00:11:09: Es kamen so ganz viele Namen immer so mit dazu.
00:11:15: Und jetzt im Moment gerade das Wächs und Wächs und Wächs und wir stellen die vor.
00:11:18: Gleichzeitig bringen die Ideen mit rein und sagen, geben auch so ein bisschen die Themen auch mit, die wir vielleicht auch so gar nicht sehen.
00:11:25: Und so ist jetzt wirklich so ein Break entstanden, in dem so so ein riesiges, also ein riesiges, so so so einen Reichweiten Schwein für dieses Thema haben.
00:11:33: Also ich weiß jetzt wahrscheinlich kein korrektes Wort, aber... Es ist ein Thema, das von immer irgendwie kleine Reichweiten hatte und das soll jetzt nicht überheblich anhören, so ist es gar nicht gemeint, so eine Silke Mülle erreicht auch Millionen Leute, total super.
00:11:47: Wir haben es nochmal geschafft, eine Formate zu entwickeln, die halt wirklich die Eltern erreichen, die außerhalb der Bubble sind.
00:11:55: Und das ist halt das, was wir jetzt gerade erleben.
00:11:57: Und was würdest du das auch so zurückführen, dass es eben so so einen großen Zulauf hat.
00:12:07: Ich meine, die Eltern müssen ja echte Ängste wahrscheinlich auch haben und suchen nach Informationen, die sie dann vielleicht doch nicht überall finden und vielleicht auch nicht bei JetGBT finden.
00:12:23: Gut, das werden die wenigstens noch anwenden im Moment noch, aber Google und so weiter.
00:12:29: Was macht euch da so besonders?
00:12:34: Was macht euch auch sicher, dass ihr genau die Ängste und Sorgen der Eltern, die es ja erreichen soll, auch trifft?
00:12:44: Das sind zwei verschiedene Sachen tatsächlich.
00:12:49: Ich unterscheide es mal in Push und in Pull-Faktoren.
00:12:51: Also Push-Faktoren ist, wir senden raus und erreichen Menschen, die uns vielleicht vorher gar nicht kannten, typisch Instagram.
00:12:58: Wir behaupten einen Beitrag raus, sagen, Australien hat Social-Media-Verbot unter sechszehn Jahre.
00:13:05: Es ist ein sehr erfolgreicher Artikel.
00:13:06: oder wir waren vor einer Mechanik auf Roblox.
00:13:09: Auch diese Sachen gingen sehr schnell, sehr, sehr steil.
00:13:12: Und erreichen dann mit solchen Artikeln oder mit solchen Informationen dann keine Ahnung, drei, vier, fünfhundert tausend Leute, die vorher von uns noch nie gehört haben.
00:13:21: Die sich ehrlicherweise vielleicht auch gar nicht für uns interessieren, was auch voll in Ordnung ist.
00:13:25: Also die sich einfach für den Inhalt interessieren und mit dem Inhalt eben interagieren.
00:13:30: Und was wir natürlich dann sehen, ist, dass die diese Inhalte dann, wenn die die spannend finden, natürlich auch weiter schicken.
00:13:34: Das heißt, wir sehen bei unseren Beiträgen, dass die fünf, sechs, sieben, zehn tausend Mal eben weiter geschickt werden, die an andere Menschen.
00:13:41: Das würde ich jetzt in diese Push-Ecke irgendwie rein.
00:13:43: Also Eltern wollen sich gegenseitig helfen.
00:13:46: Eltern werden angetriggert durch Themen, die sie kennen, durch ihre Eltern, durch ihre eigenen Kinder, durch die Nachbarskinder, durch die Onkeltante, also Kursingens, Kursingens, alles Mögliche.
00:13:57: Und damit erreichen wir die.
00:13:59: Auf der anderen Seite gibt es natürlich die Pool-Faktoren, wie zum Beispiel eben eine Suche, dass Menschen nach Inhalten suchen.
00:14:06: Also Klassiker wäre hier, wann ist das erste Smartphone richtig?
00:14:11: Da gibt es ja nicht nur uns.
00:14:13: Da gibt es Click-Safe, die Tausend Sachen.
00:14:15: Da gibt es smarter Startup-Vierteln, die das total super machen.
00:14:18: Und da gibt es ganz viel Informationen.
00:14:21: Spielen jetzt auf diese eine Frage gar nicht so eine große Rolle.
00:14:23: Ich glaube, das ist auch voll in Ordnung.
00:14:25: Also ich glaube, wenn man dies googelt, dann sind die ersten zwanzig Ergebnisse bei Google sind alle richtig.
00:14:29: Es gibt da eigentlich gar keinen, gar keinen so Dissens.
00:14:32: oder auch wenn man zum Beispiel so typische Frage, die mir immer wieder gestellt wird, ist, wie richtig denn die Bildschirmzeit ein?
00:14:37: Das sage ich ja.
00:14:39: Also, ihr könnt euch erklären oder ihr googelt es, klickt auf irgendeinen Link auf der ersten Seite von Google und macht einfach das, was da steht, weil das wirklich von von von Klicksafe bis wo davon jeder erklärt hat.
00:14:51: Diese Informationen sind eigentlich leicht auffindbar.
00:14:54: Andere aber eben nicht.
00:14:55: Also gibt es sehr wenig Informationen zum Beispiel über Snapchat.
00:14:58: Wir haben ganz viele Zugriffe, weil Menschen suchen, mein Kind ist auf Snapchat, ist das gefährlich oder was tut es.
00:15:05: Und in dem Bereich merken wir, dass da eben auch Übersuche ganz viel kommt.
00:15:10: Und wir nutzen das natürlich auch, um zu gucken, welche Inhalte wir machen.
00:15:14: Also das ist natürlich schon die Idee, dass man Inhalte produziert.
00:15:18: Wir sind ein sehr kleines Team, auch wenn jetzt von rechts zu links überall Leute helfen.
00:15:22: Wir haben eine Liste, die es ellenlang... Was relevant ist, ist ja das, was die Menschen wirklich haben wollen.
00:15:28: Also ein ganz aktuelles Beispiel.
00:15:30: Wir haben über Roblox relativ viel berichtet und das ist auch wirklich sehr, sehr viral gegangen.
00:15:38: Und da kam immer wieder in den Hobler, in den Kommentaren, also muss mal gucken, das hat bestimmt fünfhundert Kommentare schon.
00:15:44: In den Kommentaren kam immer wieder, aber was ist denn, wenn mein Kind einen eigenen Servat oder wenn ich für das Kind einen eigenen Servat einrichte?
00:15:50: So, dann haben wir angefangen und haben das beantwortet.
00:15:53: jedes Mal, aber das ist natürlich die ganze Jahr nicht, siebzig, achtzig, neunzig mal die gleiche Antwort irgendwie, da rein steigert immer die gleichen Informationen.
00:15:59: Und dann ist für uns natürlich völlig klar, die Leute wollen wissen, Hilft ein eigenes Server bei Minecraft und Roblox?
00:16:05: hilft das oder wie hilft es oder wo hilft es genau nicht?
00:16:08: so und einer der nächsten Beiträge wird eben sein was macht ein privater Server bei Roblox?
00:16:14: also einfach nur um um diese fragen der menschen einfach aufzugreifen und zu gucken kann man daraus irgendwie mehr machen?
00:16:21: und ich glaube solange wir also wenn wir es schaffen.
00:16:23: Und das hoffe ich wirklich sehr, dass wir so nah an den Eltern dranbleiben, dass die spüren, wenn sie eine Frage haben oder wenn sie uns anschreiben mit einem Thema, dass das dann auch was passiert.
00:16:34: Also wenn diese Wirkung direkt eintritt und ob das eine Woche oder zwei Wochen später ist total egal, das schafft auch eine unglaubliche Nähe und Authentizität auf die Themen.
00:16:44: Das Zielgruppe ist ja ganz klar definiert jetzt als Eltern.
00:16:50: Aber die Eltern sprechen ja auch mit ihren Kindern.
00:16:53: in unterschiedlichsten Alterskategorien.
00:16:57: Zum einen gibt es da auch vielleicht schon Rückmeldungen.
00:17:00: Ich habe jetzt mit meinem Sohn einer Tochter gesprochen und ich habe da jetzt völliges Verständnis dafür erreicht, dass man zum Beispiel eben nicht bei TikTok vielleicht sein sollte.
00:17:13: oder also gibt es da schon wirklich Feedback.
00:17:16: aus der Praxis, das würde mich auch mal interessieren.
00:17:18: Es gibt mega viel Feedback.
00:17:21: Das meiste Feedback, das ich kriege, ist ehrlicherweise... Also, es ist wirklich erschreckend schlimm.
00:17:27: Also, die Leute schreiben mir natürlich nicht, oder uns, mir.
00:17:31: Also, schreiben uns natürlich nicht mit... oder wie soll ich sagen?
00:17:38: Ich muss ein bisschen verpacken.
00:17:39: Also, es gibt viele, die sich einfach bedanken, dass wir es machen.
00:17:42: Das ist toll und das ist super und das tut unglaublich der Seele gut.
00:17:46: Wenn man sieht, wie viel Zeit da drauf geht und es ist wirklich viel Zeit und dann wirklich jemand das zu schätzen weiß und schreibt Danke, das ist super.
00:17:53: Es ist wirklich haken dran.
00:17:55: Ich muss sagen, also das Königslob oder das Tollste, was uns bisher passiert ist, und das war in den letzten eineinhalb Wochen wirklich sehr, sehr häufig, ist, dass uns, also uns haben jetzt sicherlich mehr als zwanzig Menschen geschrieben, dass sie eben reingeguckt haben mit den Kindern, was da passiert auf Basis unserer Artikel und wirklich anzeigen gegen Pädokriminelle rausgingen.
00:18:17: So, und das mit mir, also wirklich, wenn ich in einer Woche zwanzig solche Nachrichten kriege, dann haben wir echt einen Punkt gemacht.
00:18:24: Also dann haben wir wirklich Kindern geholfen.
00:18:26: Dann haben wir wirklich Erwachsenen geholfen, mal dahin zu gucken.
00:18:30: Und in jedem dieser Fälle, die Geschichten, die ich da kriege, diese Chat sind ja ellenlang.
00:18:33: Das sind Leute beschreiben das ja in absurden Details.
00:18:37: Teilweise sogar öffentlich auf Instagram.
00:18:39: Da schreiben die das sogar dann da in die Kommentare, was eben dann passiert ist.
00:18:44: Und jedes Mal denke ich mir so, Gott, die armen Kinder, sie hat keine Chance.
00:18:48: Also die Eltern, wenn die Eltern nicht geguckt hätten und die Eltern sie nicht angesprochen hätten und die Eltern nicht da gewesen wären auf Basis von von von Informationen.
00:18:55: Es gibt nur Informationen.
00:18:57: Dann hätten die Kinder da nicht rausgefunden alleine.
00:19:00: Die wurden teilweise, wurden die schon erpresst.
00:19:02: Teilweise gab es Also waren doch gar nicht immer nur Erwachsen, es war auch ganz oft Gleichaltrige, die dann über irgendwelche Sex-Torschensachen eben angefangen haben, die zu erpressen, um sexuelle Handlungen zu erzwingen.
00:19:14: So, und diese Dinge werden natürlich in Eltern nie erzählt, weil wenn das Kind das in Eltern erzählt, werden die Eltern natürlich das Handy wegnehmen, die abschalten, also typische Eltern, also Eltern werden Elternreaktionen machen, ganz normale Elternreaktionen.
00:19:29: Und die sind hier einfach nicht hilfreich.
00:19:31: Gut, aber das gibt ja ja... Was du meintest, also ist das... Es ist schön und gleichzeitig unglaublich schmerzhaft, weil ich glaube, die Dunkelziffer muss hier so viel höher sagen.
00:19:42: Wenn mir das mit meinem Kind passiert wäre, wäre wahrscheinlich das Letzte, woran ich gedacht habe, irgendwie dem zu schreiben, der ein Artikel geschrieben hat.
00:19:48: Also das ist ja absurd, sich den Aufwand zu machen und zu gucken.
00:19:51: Und diese Nachrichten erreichen mich ja teilweise über LinkedIn.
00:19:54: Das heißt, Leute suchen, also nicht Medienzeit, sondern suchen ja mich, um mir das zu schreiben, weil ich den Artikel geschrieben habe.
00:20:00: Den Aufwand muss man sich erst mal machen.
00:20:01: Also ich würde mal behaupten, dass die Ziffer von den Eltern, die da reingeguckt haben und schlimme Dinge entdeckt haben, viel höher war als zwanzig.
00:20:08: Ja,
00:20:09: aber ja, ich würde das dir wirklich zu gut schreiben.
00:20:14: Also das ist ja wirklich toll.
00:20:16: dass das auch passiert.
00:20:17: Und das bestärkt ja dann auch am Ende, weiter zu machen und dran zu bleiben.
00:20:23: Ich frag mich ja bei der Frequenz, die ihr habt.
00:20:27: Ich hab das Gefühl, fast jeden Tag kommt ein neues Thema.
00:20:31: Das muss ja A gemacht werden.
00:20:34: Und B frag ich mich, gehen die Themen da nicht irgendwann mal aus?
00:20:38: Ein bisschen provokant natürlich gefragt.
00:20:41: Wäre ja schön eigentlich, wenn sie ausgehen würden, die Themen.
00:20:45: Ich glaube, da müsste an anderer Stelle viel mehr passieren.
00:20:52: Ich nehme nicht an, dass Meta schon mal eine nette Mail an euch geschrieben hat.
00:20:58: Oder TikTok wäre auch immer.
00:21:00: Und gesagt hat, Mensch, finde ich toll, was ihr macht.
00:21:02: Wäre ja auch mal was, oder?
00:21:04: Das wird nicht passieren.
00:21:08: Also, die Erwartung ist auch falsch.
00:21:13: Ich hab auch Vorträgen, was jetzt auch passiert ist, ganz viele Schulen hier im Umfeld fragen, Mensch, was du da eher auf dem Block machst, kannst du das nicht in der Schule auch mal erzählen.
00:21:23: Dadurch, dass ich hier sichtbar bin, hab ich das überall gemacht.
00:21:26: Was immer wieder so aufkommt, um das gleich zu entkräften, ich bin überhaupt nicht technologiefeindlich, komplett im Gegenteil.
00:21:34: Ich liebe Technologie.
00:21:35: Ich hab dir vorhin erzählt, ich liebe alles, was ein Stecker hat.
00:21:38: Da geht, bei mir geht da wirklich das Buche Freude, ich bin ein Spielkind durch und durch.
00:21:42: Alles, was man technisch irgendwie machen kann, wird gemacht und ausprobiert.
00:21:45: Also wirklich, da kann mein ganzes Umfeld keine Lied davon singen.
00:21:48: Und natürlich geht es mir auch überhaupt nicht darum, Kinder von Technologiefern zu halten.
00:21:53: Also, null, null.
00:21:55: Ganz im Gegenteil.
00:21:56: Also, ich finde... Das Einzige, was wir machen, ist, wir reden nur mit Eltern, also von Eltern für Eltern.
00:22:02: Und wir erklären ihnen nur Dinge, die einfach da sind.
00:22:05: Wie die das bewerten, ob die dann das ein oder das andere machen oder ob die ihre Kinder gleich rausnehmen oder ob sie mit ihnen drüber sprechen oder ob sie sich nebenan setzen.
00:22:12: Das muss jedes Eltern selber wissen.
00:22:14: Aber man kann nur aus einer guten Information raus, auch gute Handlungen treffen oder gute Entscheidungen treffen.
00:22:22: Und ja, ich glaube, was du sagst, also da Technologie entwickelt sich immer weiter, das heißt, uns werden die Themen vermutlich nicht ausgehen.
00:22:30: Das ist im positiven wie auch im negativen Sinne, weil ich muss auch sagen, jetzt wo du es so ansprichst, das ist ein guter Gedanke.
00:22:36: Es wäre schon schön, wenn man wüsste, wenn man das alles erzählt hat, dann ist es durch, alles informiert, alles ist gut.
00:22:42: Wenn das so wäre, wäre eine coole Mission.
00:22:44: Also dann hätte man sowas von man direkt darauf zuarbeitet.
00:22:48: Aber die Realität sieht so halt nicht aus, weil was jetzt aktuell halt passiert ist, dass jede neue Technologie die bringt ganz viel Licht mit, das immer so, die bringt aber auch ganz viel Schatten mit.
00:22:58: Und die Schatten, die heute kommen, sind also gerade, wenn ich mir so Kriminalität oder so Sachen angucke, das können sich Eltern heute gar nicht mehr vorstellen.
00:23:07: Also ich finde, ich habe heute eine Diskussion gehabt zu einem Beitrag, den ich geschrieben habe, der Beitrag hat den Titel Kinder sind kein Content.
00:23:16: Ja, wir haben schon ganz oft darauf aufmerksam gemacht, dass Kinderbilder nicht ins Netz gehören.
00:23:21: Und auch nicht ein bisschen und auch nicht nur wenn und auch nicht, sondern einfach nicht.
00:23:26: Und das gilt aus meiner Sicht nicht nur für Schulen und Vereine, sondern es gilt auch für Eltern, Großeltern.
00:23:31: Es gibt keinen Grund, Kinder heutzutage ins Netz zu stellen.
00:23:37: Und dabei geht es mir ja nicht darum, den Leuten den Spaß am Fotos teilen zu nehmen.
00:23:43: So, ich verstehe das total.
00:23:44: Ich will ja meinen Sohn auch zeigen.
00:23:45: Das ist ja keine Frage.
00:23:46: Guck mal, Opa, was er gemacht hat, alles kein Problem.
00:23:49: Das Problem heute ist, dass wir technologisch in der Lage sind, aus einem, einfach aus irgendeinem Kinderfoto alles Mögliche zu machen.
00:23:56: Also das reicht schon.
00:23:58: Also jetzt gerade, ich habe vorhin dieses Sex-Torschen-Beispiel gebracht.
00:24:01: Ich weiß gar nicht, ob alle wissen, was das ist, aber es ist tatsächlich... Vielleicht
00:24:04: erklärst du es nochmal ganz kurz.
00:24:06: Aber ich glaube schon, wir haben sehr viel Fachpublikum natürlich.
00:24:10: Das sollte, glaube ich, schon passen.
00:24:12: Ich sage immer, von Eltern für Eltern.
00:24:13: Das habe ich von der Klärberg geworden.
00:24:17: Aber ist jetzt hier natürlich so, dass es mit hier in dem Fall, was ich jetzt beschrieben habe, mit KI ein Foto benutzt, ein Porträt von Seißen Wandertag oder nun Fußballverein oder was auch immer.
00:24:28: irgendein Foto wird genommen oder von Instagram, von der Mama.
00:24:32: Aus diesem Foto wird Nacktfoto und Pono, was auch immer gemacht.
00:24:36: Und dann geht's los, dann wird Kontakt zu dem Kind aufgenommen und das Kind wird erpresst.
00:24:40: Wenn du nicht das und das machst, dann veröffentlich ich das in der Schule, schicke ich es deinem Lehrer, zeige ich es den Eltern.
00:24:47: Und ab dem Moment beginnt so eine Spirale.
00:24:50: Das ist aber eine Art von Kriminalität, die gab's einfach so nicht.
00:24:53: Das war super, also klar mit Photoshop.
00:24:55: Und das gibt immer irgendwie drei Rolle, die mir jetzt sagen, der hat ja keine Ahnung, haben wir schon immer machen können.
00:25:00: hat aber keiner in der Hosentasche in drei Minuten hergestellt in der Schulklasse.
00:25:03: Also, es hat sich einfach was verändert.
00:25:06: Und wenn ich höre, dass es keine einzige Stufe in Gymnasien und Oberschulen und Realschulen gibt, in denen nicht irgendein Mädchen nackig gemacht und durch Kassenchats geschickt wurde, da kommen jetzt kalte Grausen.
00:25:18: Das berührt bei mir so ganz viele Dinge.
00:25:22: Es wird gemacht, weil es möglich ist.
00:25:24: Es wird aber auch gemacht, weil Ethik völlig hinten runtergefallen ist.
00:25:28: Also ich sage immer diesen Satz, was du nicht willst, was man dir tut, das führt auch keinem anderen zu.
00:25:32: So, das haben diese Kinder noch nie gehört.
00:25:34: Und die Fallhöhe hier, wenn ich ein Kind nackig durch ein Klassen Chat schicke, die ist gigantisch groß.
00:25:40: Also diese Fotos gehen nie wieder weg, wenn die im Netz sind, nie wieder, die werden für immer da sein.
00:25:45: Das Kind kann nicht mal die Schule wechseln im selben Ort, weil die Bilder von Schule zu Schule locker über irgendwelche Gruppenchats irgendwie weiterspringen.
00:25:52: Und die wird, also was man, was man menschen, ich sage jetzt gar nicht nur Mädchen, das kann ja im Jungs genauso passieren, was wir Kindern und Jugendlichen antun mit solchen Sachen und wie viele da drunter wirklich kaputt gehen.
00:26:03: Das können wir nicht erlauben und das können wir nicht dulden.
00:26:09: Du schreibst ja auch im Artikel, im November, geht es ja auch um das Thema Tiktok.
00:26:20: Man fragt sich ja, ist ja eine Verkaufsplattform letztlich am Ende, welcher nur noch verkauft.
00:26:25: Wieso, wo siehst du da die Probleme?
00:26:29: und wieso sagst du auch in deinem Fazit, Tiktok ist für Kinder nicht geeignet.
00:26:34: Ich
00:26:36: weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll, weil der Fünfzehn, ich weiß jetzt nicht mehr, welcher von diesen tausend Artikeln das war, die wir da geschrieben haben, weil wir über TikTok so viel geschrieben haben, gerade gestern wieder.
00:26:45: Also, ich glaube, dass das Grundproblem von TikTok ist tatsächlich, dass es wirklich für Kinder nicht gemacht ist.
00:26:55: Ah, es hört sich jetzt so ein blöder Satz, was soll das heißen?
00:26:59: In dem Artikel von Fünfzehn, ich könnte der sein, indem wir darüber berichten, dass man sich als Dreizehnjähriger anmeldet.
00:27:06: Ja, okay, ich versuch so Zeit, jetzt bieten Ausrede an, aber wir haben zweihundertfünfzig Artikel in nicht mal sechs Monaten veröffentlicht.
00:27:13: Ich glaube, allein die schiere Zahl erlaubt mir, dass ich mal kurz nachdenken kann, welcher das wohl jetzt war, über das böse Tiktok.
00:27:21: Und es ging schon damit los, dass man sich einfach anmeldet über einen Clean Browser mit Cash-Geler, also das ist ja Fachgublikum, muss ich jetzt wirklich alle sehr klären, aber wir gehen davon aus.
00:27:30: ein neuer Computer.
00:27:32: Lockt sich auf TikTok ein, legt sich ein Profil an und sagt man ist dreizehn Jahre alt.
00:27:36: Warum dreizehn?
00:27:36: Weil es vorher nicht geht.
00:27:37: Es könnte ein Achtjähriger genauso machen, der behauptet halt, er wäre dreizehn.
00:27:41: So, und es ist noch nichts passiert und man klickt auf die Suche und sieht schon die Dinge, die sozusagen andere toll finden oder die, die oft gesucht wurden.
00:27:48: Also typisch Algorithmus Triggern.
00:27:50: So, und in unserem Fall war das fast nur irgendwelcher Pornogramm.
00:27:54: Das heißt, dass man und Gewalt, also Pornogenwald.
00:27:58: Und das ist das, was sozusagen jetzt das allererste was passiert ist.
00:28:02: Also muss natürlich ein Kind jetzt nicht zwingend die Suche benutzen.
00:28:04: Jetzt kommen wieder irgendwelche Glückscheißer Eltern, die mir dann erzählen wollen.
00:28:07: Ja, mein Kind sucht da nie.
00:28:08: Es geht immer nur durch den Stream.
00:28:10: Super.
00:28:10: Mach das mal eine halbe Stunde.
00:28:11: Dann legt ihr mal ein Profil an und dann scrollst du mal einfach eine halbe Stunde lang.
00:28:16: Schönen Doom-Scrolling, wie man das so nennt.
00:28:17: Also ganz stumpf, einfach durch und guckst ja einfach Sachen an.
00:28:20: Und das führt.
00:28:22: sehr schnell dazu aus guck mal leckeres essen wird nachher du bist zu fett und magasucht aus sport genauso aus irgendwie einem tierschutz.
00:28:33: video wird ganz schnell in tierquälerei.
00:28:34: video also und man ist immer ganz schnell rutscht man in solches fairen ab in denen indem man Dinge sieht die kinder auf gar keinen fall sehen sollten.
00:28:43: und was meine ich damit?
00:28:44: damit?
00:28:44: meine ich zum beispiel folter oder Kriegsverbrechen in live, ja TikTok live, Kriegsverbrechen aus dem Gazastreifen oder ich sage, keine Ahnung, Tierquälerei.
00:28:55: Also Silke Müller nennt ihn den Vorträgen, immer die Katze im Mixer ist ekelhaft schlimm.
00:29:01: Ein Katzenbiby, das durch den Mixer gejagt wird, ganz ehrlich, müssen acht, neun, zehn, zwölf, dreizehn jährige nicht sehen, müssen auch Erwachsene nicht sehen.
00:29:09: Ich muss einfach keiner sehen.
00:29:11: Und dann, keine Ahnung, es gibt diese ganzen Videos, es gibt es ja auch mit anderen Tieren.
00:29:16: Irgendwie in der Welt, mit dem Fußball gespielt wird, bis er nicht mehr sich bewegt.
00:29:19: Und also, ich glaube, das sozusagen, wo es hingeht, ist relativ klar.
00:29:25: Und das war, um es sozusagen zu füllen, gestern hatte ein Institut veröffentlicht.
00:29:34: eine Studie, da haben sie sozusagen, ich glaube, dreieinhalbfünfzig, dreieinhalbfünfzig KI-Boards, haben sie TikTok machen lassen und nur optimieren auf Dinge, die eben viel geklickt und viel angeguckt werden.
00:29:46: Die haben innerhalb von, also ich glaube, alles dieses Jahr, also ich kriege jetzt nicht mehr jede Zahl zusammen, aber das glaube ich auch nicht so relevant, haben die, ich glaube, Vierneinhalbtausend Videos im Monat hochgeladen.
00:30:01: Das war sogar viel mehr.
00:30:02: Jetzt gucke ich doch einmal nach, weil das finde ich nämlich spannend, die richtige Zahl zu haben.
00:30:06: Erlaubt mir das ganz kurz.
00:30:07: Macht das.
00:30:08: Weil die Zahlen waren, also die waren so erschreckend, dass das wirklich ehrlicherweise nicht zu glauben, dass es sowas wirklich gibt und darüber irgendwie keiner spricht.
00:30:17: Also der Artikel heißt, Krahiflute, TikTok mit Sexhust und Fake News.
00:30:21: Und die Zahlen waren hier.
00:30:23: Also AI for Ransig hat in einer umfassenden Untersuchung drehendfünfzig automatisierte KI accounts auf TikTok analysiert.
00:30:29: So KI bedeutet, es wird optimiert auf möglichst lange Verweildauer und viele Views.
00:30:33: Ja, das heißt, es werden die Dinge werden direkt erstellt von der KI, so dass sie viel geguckt werden.
00:30:38: Also kein Mensch hinter, keiner, der sich was überlegt, sondern nur das was das was triggered wird produziert.
00:30:44: Und die haben dreinvierzigtausend Video in dreizig Tagen gepostet.
00:30:49: Haben teilweise pro Account bis zu siebzig Videos am Tag.
00:30:52: eben veröffentlicht und vier ein halb Milliarden Aufrufe gemacht.
00:30:57: So.
00:30:57: Das ist jetzt erst mal, würde man denken, okay, war halt ne Karriper, wo Videos gemacht, hat gut geklappt, hat einmal irgendwie bisschen Geld für die Sonnet.
00:31:05: Aber was passiert das ist, dass die Sachen, die passiert sind, sind sexualisierte Darstellungen von Minderjährigen, es sind Fake News ohne Ende passiert worden.
00:31:15: Es wurde Rassismus gemacht, Hetze gegen Migranten, gegen Schwarze, gegen Juden, gegen Muslime.
00:31:20: Also die Dinge, die am meisten geguckt und getriggert haben, sind wirklich, das ist der Abgrund dessen, was man ethisch sich überlegen kann.
00:31:31: Also man kann einfach sagen, je schlimmer, desto besser auf TikTok.
00:31:36: Und wenn ich das weiß, also der Hohlemannsinstitut gibt immer so viel zu sagen, wenn sie mal gar
00:31:43: nicht aufhören.
00:31:45: dieses Beispiel mal so ganz konkret auch zu spüren, weil ich glaube immer auch diese Zahlen hört.
00:31:52: Da geht man ja auch so mal schnell drüber hinweg über solche Zahlen.
00:31:57: Man hört ja wie viel Views und sonst was, aber was dann am Ende dahinter steht, das malt man sich gar nicht aus, weil man solche Zahlen ja auch kennt und denkt,
00:32:08: na ja.
00:32:09: Waren halt ein paar Millionen.
00:32:11: Dann kommen jetzt, also ich sage, mache, es kommt immer irgendeiner um die Ecke, der sagt, ne, Tiktok hat eine Jugendschutzeinstellung, kann gar nicht passieren.
00:32:17: Und Tiktok Pro und kann, kommt immer.
00:32:19: So, Tiktok hat von diesen ganzen Videos, die ich gerade genannt habe, auch das haben sie ausgewertet, um eins, drei, acht Prozent erkannt, als KI generiert.
00:32:29: Das heißt, wir haben Leben in einer Welt heute, in der noch nicht mal Menschen die bösen Sachen machen, sondern in der Maschinen möglichst böse Dinge ausspielen, weil die wissen, Kinder gucken das.
00:32:40: Oder Erwachsene gucken.
00:32:41: Wer auch immer.
00:32:42: Hier kann man ja nicht sagen, dass nur Kinder gesehen haben.
00:32:44: Aber ich lasse doch in einem solchen Ort, lass ich doch kein Kind.
00:32:51: Und ich habe es noch nicht mal angefangen mit Cyber-Grooming.
00:32:54: oder dass jeder Fremde jederzeit jedes Kind anschreiben kann.
00:32:57: Und dass man eben auch keine Altersverifikation hat, was ja auch bedeutet, dass auch ein vierzig-fünfzig-Jähriger irgendwie behaupten kann, er ist dreizehn.
00:33:06: Also alle Kriminalitätsamt passieren ja einfach auch so.
00:33:09: Und da können wir Eltern erzählen, was sie wollen.
00:33:10: Kein Kind auf TikTok kennt alle seine Kontakte.
00:33:13: Und kein Kind auf TikTok beschäftigt sich auch nur mit den Freunden.
00:33:17: Das ist alles Quatsch.
00:33:19: Und da muss ich wirklich sagen, hörst du ja, ich red mich da ein bisschen in rasisch, das tut mir auch leid, aber wer Kinderschutz ernst nimmt, kann niemanden dahin lassen.
00:33:27: Das ist einfach nicht richtig.
00:33:30: Eigentlich muss man, es ist für mich so die Überschrift Social Media oder netz out of control letztlich, also wenn, wenn, wenn, eins Komma acht Prozent.
00:33:40: Erkannt werden.
00:33:41: Gut, da kann man jetzt noch kritisieren.
00:33:44: Wollen Sie es überhaupt erkennen?
00:33:46: Das ist noch mal was anderes.
00:33:48: Wie ist die Einstellung der Unternehmen, die die Plattform zur Verfügung stellen?
00:33:54: Aber das ist gar nicht mehr können.
00:34:00: Also augenscheinlich bei den Zahlen, das ist schon noch mal mehr erschreckend, würde ich fast sagen.
00:34:06: Ja, wir werden auf eine Kennzeichnungspflicht für KI.
00:34:09: Muss das rauslaufen irgendwann?
00:34:11: Ich glaube, dass das weiß auch jeder, ob das gemacht wird oder nicht, ist dann wieder eine andere Frage.
00:34:15: Also wir sind ja total gut in irgendwie lustige Gesetze, die uns schützen sollen.
00:34:19: DSGVO, DSA, irgendwie, das gibt es ja alle.
00:34:23: Aber durchgesetzt wird halt nichts davon.
00:34:24: Aber eigentlich müssten wir diese Probleme alle gar nicht haben, weil es ist ja geregelt.
00:34:32: Jetzt hast du es vorhin auch schon angesprochen, dass die Australier ja jetzt sagen ab sechzehn oder untersechzehnjährige werden keinen Zugang mehr haben oder haben jetzt auch keinen Zugang mehr zu den sozialen Medien.
00:34:49: Funktioniert das tatsächlich auch?
00:34:51: Ehrlich gesagt, habe ich es noch nicht durchdrungen, wie es denn genau funktionieren soll?
00:34:55: Also mit ihr, da sitzt einer, wie wenn man ein Konto eröffnet und Verifikation mit dem Ausweis, sag ich mal, das wäre wahrscheinlich das Optimum, so kann ich mir das jetzt nicht vorstellen.
00:35:07: Und funktioniert das dann auch für die Für die versteckten Zweitkonten, die die Finstas, fand ich einen spannenden Begriff, kannte ich so auch noch nicht, auch in dem Artikel von euch, wo ihr sagt, naja, die Kits wissen genau, wie sie ein Zweitkonto anlegen.
00:35:25: Will ich gar nicht den Kits... Anlasten sozusagen.
00:35:29: Wir waren alle mal jung und haben Dinge gemacht, die vielleicht die Eltern nicht mitkriegen sollten.
00:35:34: Die Kinder sind ja nicht das Problem.
00:35:36: Genau,
00:35:36: genau.
00:35:38: Aber
00:35:39: schaffen wir das mit solchen Wegen, wie es die Australier jetzt vormachen oder auch nicht so richtig?
00:35:46: Also kann man natürlich jetzt noch nicht sagen, weiß ja noch nicht passiert.
00:35:49: Also das macht es so ein bisschen schwer.
00:35:50: Also was Australien jetzt gemacht hat, ist, die haben dreieinhalbfünfzigtausend Konten gelöscht von Instagram, glaube ich, hundertfünfzigtausend von Facebook.
00:35:58: Also die haben alle unter sechzehnjährigen Konten gelöscht, weil sie sonst eine Strafe bezahlen müssen.
00:36:04: Also sehr, sehr, sehr teuer für Plattformen.
00:36:07: Also Australien hat einfach einen normalen Schritt vorher, die haben es halt umgedreht.
00:36:11: Bei uns geht es immer darum, das Kinderschutz müssen wir irgendwie alle selber machen und blagen keine Ahnung und die haben einfach die Plattform verpflichtet.
00:36:17: Das heißt, die Plattform ist jetzt verpflichtet, sich Mechaniken auszudenken, mit denen möglichst nicht unter sechzehnjährige sich anmelden.
00:36:24: Finden die gar nicht geil.
00:36:26: Aber die Strafe finden sie noch weniger geil, weil sie so viel mit dem Kind gar nicht verdienen kannst, wie die an Strafe zahlen müssten.
00:36:31: Das ist eigentlich so ein bisschen zwiegespalten.
00:36:37: Die machen das, indem man eben ein Ausweistraucht.
00:36:39: Also braucht es für die Registrierung, Rostenausweis oder eine Bankverbindung, dann gibt es angeblich wird es auch so diese Kahi-Erkennung geben, dass so Video erkennt, ob ein Erwachsener sitzt oder ein Kind.
00:36:53: Es gibt es ja in England jetzt nun auch schon zwei Jahre und wird permanent ausgetrickst.
00:36:56: Also das ist ja nicht so, dass das das erste Mal, dass das irgend einer das Baust probiert.
00:37:01: Ich sage mal, es wird immer Wege geben.
00:37:05: an Sicherheitsmechaniken vorbeizukommen.
00:37:07: Du hast auch in jeder Klasse ein Kind, was die Antworten abhackt.
00:37:11: Oder was auf dem iPad die Sperre rausmacht und dann sind sie doch alle nachher in irgendwelchen Browser-Games.
00:37:17: Und vielleicht auch nicht in jeder Klasse, aber in jeder Stufe.
00:37:19: Es gibt immer den einen.
00:37:21: Bei uns in der Klasse hieß der Christian.
00:37:23: Den gab es früher auch schon.
00:37:24: Das ist jetzt nicht so, dass das so was irgendwie nie gegeben hat.
00:37:29: Aber ich glaube, was jetzt Australien macht, zeigt schon deutlich, dass es den Plattformen eine Grenze setzt.
00:37:34: Und das tun wir halt einfach gar nicht.
00:37:36: An ganz vielen Stellen nicht.
00:37:40: Also, Finsta wäre für mich jetzt nochmal ein eigenes Ding, würde ich jetzt gar nicht so unbedingt jetzt gleich aufgreifen, können wir nachher machen, fällt so ein bisschen auch in diese Plattformen, Mechanik rein, wie die halt gebaut sind.
00:37:55: Aber... Was hier... Entschuldigung, das habe ich doch ganz kurz hingedanken, ich müsste mich nur... Wir haben in Deutschland eine DSGVO.
00:38:03: So, die hassen alle, das weiß ich auch, auch gerade das Unternehmer, weil die kostet Geld, man muss die Sachen machen, man muss ein Datum beauftragten, so ist es als tablöt, aber er tut eigentlich was Gutes, schützt unsere Daten.
00:38:12: Eigentlich gute Sachen.
00:38:14: So, der DSGVO darf man rein rechtlich erst mit sechzehn zustimmen.
00:38:19: Das bedeutet, es kann ohnehin niemand der Nutzung seiner Daten zustimmen, der nicht sechzehn Jahre alt ist.
00:38:26: Würde man das durchsetzen, gäbe Stilkinder sowieso nicht auf Social Media.
00:38:29: Also das würde ja gar nicht gehen, die hätten auch diese ganzen lustigen Clash of Clans Spiele nicht.
00:38:34: und und und zwar bei Surfers, wie sie alle heißen, weil all diese Dinge, all diese haben bei der Installation, hat man Schieberregler, indem man einfach weiterdreht und so lange nicht das Alter sechzehn erreicht ist, bleibt ein Viertel registrieren, batten grau und erst dann wird da blau.
00:38:50: So, das ist für mich genauso ein Schutz wie bis zu achtzehn, klick, ja.
00:38:55: That's it.
00:38:56: So, das ist absurd.
00:38:58: Also wir haben eine Datenschutzgrundverordnung, die ist europaweit.
00:39:02: Das ist eine EU-Sache, ein wirklich großes Gesetz, was ganz viel auch umgesetzt wird.
00:39:09: Und die darfst du nicht annehmen vor Sechzehn.
00:39:11: Also alleine sich da schon draufzusetzen und zu sagen, Leute, wir haben eine DSKV, ihr könnt das nicht machen, würde so viele Probleme lösen.
00:39:19: Ja, tut's aber nicht.
00:39:20: Weil TikTok zum Beispiel ist was denn ab Dreizehn.
00:39:22: Wir haben uns dann irgendwie mit drei juristischen Tricks ausgehebelt.
00:39:27: Aber das ist Albern, einfach Albern.
00:39:29: Und aus meiner Sicht, ich hab auch kein Verständnis für Plattformen, die sowas machen.
00:39:34: Aber jetzt noch mal zu Australien, finde ich ja schon mal spannend zu sagen, ich nehme diese Haltung ein, als Regierung auch.
00:39:41: Einfach zu sagen, wir kennen das Problem und wir tun etwas und versuchen, substanziell etwas zu tun.
00:39:51: Ist es eben auch diese Haltung, die jetzt vielleicht auch bei uns noch ... viel zu schwach ist.
00:39:57: oder warum ist die dann auch nicht da, weil die Problemdimension ja nicht gesehen werden will.
00:40:07: oder wie wird es tun?
00:40:08: Dafür habe ich gar kein Verständnis muss ich sagen.
00:40:11: Es gibt jedes Jahr die Kim Studio, es gibt jedes Jahr die Tim Studio.
00:40:14: So in den letzten von den Studien war irgendwie, ich glaube hier Thomas Gabriel Rüdiger hat das nochmal aufbeaufgereitet, irgendwie jedes dribte Kind wird online sexuell belästigt.
00:40:23: Alle, also, achtzig Prozent haben schon mal Mobbing erlebt oder Cyber Mobbing.
00:40:26: Schon mal nicht unbedingt bei sich, sondern auch woanders.
00:40:28: Also, diese ganzen Daten aus der Studie sagen alle Alarm, alle.
00:40:33: So, und das Viri, das ist ja was, was über Jahre entsteht.
00:40:36: Und also, man kann die Sachen ja immer alle finden und nachlesen.
00:40:39: Ich sag mal, ich hab so ein bisschen... Also, du merkst da, glaub ich, auch so, ich hab ja schon das Gefühl, so eine Mission gerade zu haben.
00:40:46: Und für mich hat das Ganze irgendwie drei Ziele, so.
00:40:50: Und das eine ist irgendwie Smartphones gehörnig in die Schule.
00:40:53: Da habe ich ein Riesenproblem mit, weil ich das auch einfach sehe, dass die Schule ohne Smartphones einfach wesentlich besser ist.
00:40:59: Und ich sehe auch keinen Sinn darin, dass Kinder auf dem Schulhof sich da irgendwie Horror- und Corner-Videos angucken.
00:41:04: Also ich kann das nicht erkennen, wie das irgendwie förderlich sein soll.
00:41:08: Also ich würde das auch schulweit wirklich durchziehen bis hoch, weil auch alle, also klar sind die älteren Kinder natürlich wesentlich versierter und auch psychisch stabiler, aber nicht selbst so trotz kriegen die ja alle echt einen ab.
00:41:18: Also das ist schon wirklich schwierig, was wir da irgendwie auch Kindern zumuten und auch Jugendlichen zumuten.
00:41:23: Und dann finde ich als zweite Forderung wirklich kein Smartphone vor vierzehn wären Traum.
00:41:28: wird nicht passieren.
00:41:29: Ich hoffe, dass es wenigstens zwölf wird, aber hey, wäre super.
00:41:32: Und kein Social Media vor sechzehn ohne Mist.
00:41:34: Also smarter Start macht das genau richtig aus meiner Sicht, dass sie diese Forderungen machen, dass sie die Petitionen machen, dass sie dazu den Bundestag gehen und und und Action machen.
00:41:43: Und ich, sagen wir mal, ich habe jetzt nicht diese diese Also wir haben jetzt nicht so viele Stimmen hinter uns, wie die, aber was ich jetzt gemacht habe, ich habe vor zwei Wochen bei der Landesärztekammer Brandenburg gesprochen.
00:41:53: So, über dieses Thema, die wussten auch ehrlicherweise bis dahin nicht so wahnsinnig viel darüber, haben aber natürlich medizinisch oder aus medizinischer Sicht in den Praxen schon einiges mitbekommen.
00:42:03: So, und ich habe unseren Kinderarzt mitgenommen, Dr.
00:42:05: Steven Robeck, den nennen ihn einfach, vielleicht freut er sich, wenn er einfach seinen Namen daran hört.
00:42:12: Und ich habe gezeigt, was Kinder auf Handys sehen.
00:42:15: Also wirklich alles Beispiele aus den letzten drei Monaten, die uns begegnet sind, auch im Rahmen von Medienzeit.
00:42:20: Und er hat es medizinisch eingeordnet.
00:42:22: Und wenn dann so eine Zahlen rauskommen, wie irgendwie, forty- acht Prozent der Kinder sind, sind eigentlich, dürften eigentlich die Einschulungsuntersuchung nicht bestehen.
00:42:31: Oder siebenundachtzig Prozent am Auffälligkeiten.
00:42:33: Und dann meldet sich ein Hautarzt aus dem Publikum und sagt, alle Kinder, die ich habe, alle durch die Bank, sind alle ritzen sich.
00:42:40: Also selbst Verletzung.
00:42:43: Dann werden sich die Psychiater und sagen, wir lassen uns mittlerweile die Bildschirmzeit zeigen.
00:42:48: Und wenn ein Kind mehr als sechs Stunden am Tag online ist, dann nehmen wir das Handy, geben es dem Vater oder der Mutter in die Hand und sagen, es tut uns wirklich leid.
00:42:53: Wenn ihr Kind so lange online ist, können wir es nicht behandeln.
00:42:56: So, das ist einfach absurd.
00:42:59: Unser Kinderarzt fordert jetzt ein, dass das Bildschirmzeit eine der Sachen ist, die sich angeguckt wird beim Arzt, weil so viele Sachen eben damit zusammenhängen.
00:43:10: Und das ist wirklich ein Problem.
00:43:11: Also ein Beispiel, ich nenne es jetzt, ich müsste eher das erzählen, aber er hat es da auch auf der Landesärztekammer erzählt, er sagt, kann ein Mädchen, vierzehn Jahre alt, der Vater, da kam eine Praxis mit ihr total aufgelöst.
00:43:21: Und sagt, Mensch, ich weiß gar nicht, was ich machen soll.
00:43:23: Die ist total fertig, die kann sich in der Schule nicht konzentrieren.
00:43:26: Die geht jeden Tag um die Uhr schlafen, die kann nicht mehr, der geht so schlecht.
00:43:29: Und sie, also sie auch, also sichtbar fertig, so.
00:43:33: Und hat er in die, mit ihr gesprochen, hat irgendwie das probiert, das probiert, diese Technosen gestellt, Sachen ausprobiert, die kamen, wie das wurde einfach, also immer, wie das wurde einfach nicht besser.
00:43:42: Und irgendwann hat er sich mal die Bildschirmzeit zeigen lassen.
00:43:45: Und das Mädchen war vierzehn Stunden am Tag online.
00:43:48: Ja.
00:43:48: Und dann hat er auch gesagt, so ganz ehrlich, wenn Sie wissen wollen, was das Problem Ihrer Tochter ist, dann gucken Sie mal in dieses Handy einfach rein.
00:43:55: Und das sind so Dinge, die passieren.
00:43:58: Und warum ist ja nichts von der Landesärztekammer?
00:44:00: Das hat bei denen so Alarm geschlagen, dass plötzlich aus allen Reihen, also da sagten hundert Ärzte in diesem Vortrag, aus allen Reihen kam jetzt irgendwie diese Forderung, das kann doch nicht sein, wir können doch das unseren Kindern nicht antun, dass wir sie so kaputt machen lassen.
00:44:15: Und auch Ärzte, die erst später behandeln, die wissen ja auch, was sie abkriegen.
00:44:18: Also das ist ja nicht beim Kinderarzt zu Ende, sondern das läuft ja dann ins System rein und landet ja bei jeder anderen Fachrichtung auch.
00:44:26: Und die haben jetzt eine Forderung geschrieben.
00:44:27: Also wirklich, ich hab samstags den Vortrag gehalten, Montags haben sie eine Pressemeldung gemacht, Dienstag ging die raus, Forderung an die Politik, Landeshärzteverband Brandenburg fordert, dass die Schulen wenigstens Smartphone frei sind, damit die Kinder wenigstens die acht Stunden Pause am Tag haben.
00:44:40: So, und natürlich sind die Nachmittags wieder alle online überall.
00:44:43: Aber das zumindest das mal passiert.
00:44:45: Und das wurde im Landtag am selben Tag diskutiert und dann war im Tagesspiegel große Artikel habe ich mich total gefreut.
00:44:51: Alle sind der gleichen Meinung.
00:44:52: Es gab noch, also noch nicht mal die Parteien, die ich doof finde, kann sich jeder denken, noch nicht mal die waren dagegen.
00:44:59: Also, ich habe noch nie im Landtag Brandenbrockenkonsens in der Art gesehen.
00:45:04: Und ich hoffe natürlich, also jetzt natürlich Länderbla, wie der typisch föderales System, Eigentlich braucht es hier eine Bundeslösung aus meiner Sicht, aber ich freue mich, dass es diese Einschläge gibt und das berichtet wird und das, was passiert und dass es in der Politik angekommen ist.
00:45:18: Auch die CDU.
00:45:19: Letzte Woche, ein vierstündiges Video auf YouTube veröffentlicht, habe ich gesehen.
00:45:25: Da haben wir den ganzen Tag um das Thema Jugendschutz gemacht.
00:45:27: Da war irgendwie Frau Prim, die was erzählt hat, da war Kerstin Klaus, die was erzählt hat, also Bundesmistrausbeauftragte,
00:45:33: da war
00:45:34: Herr Merz, der was erzählt hat, da war auch Thomas Gabriel Rüdiger dabei.
00:45:37: Also, da sind so die Menschen da, die haben vier Stunden längst dazu ausgeführt, die Politik.
00:45:42: weiß, um das Problem.
00:45:45: Wann Sie handeln?
00:45:46: Ob Sie handeln ist für mich gar nicht die Frage, sondern nur wann und wie.
00:45:51: Ja, hoffen wir auf jeden Fall.
00:45:53: Schnell?
00:45:53: Wir
00:45:53: machen Druck.
00:45:54: Also ganz ehrlich, in England, das ist auch so gelaufen, in England gab es diesen Digital Safety Act vor ein paar Jahren.
00:46:01: und den gab es auch nicht, weil die Politik sich damit so viele Freunde macht, sondern den gab es, weil das gefordert wurde aus der Elternschaft raus und von Verbänden und von überall.
00:46:09: Also die Forderung nach Sicherheit für Kinder wurde einfach lauter.
00:46:13: Und da muss ich auch sagen, da sehe ich uns mit Medienzeit halt auch.
00:46:17: Also wir sind schon wahnsinnig laut.
00:46:18: Das mag auch nicht jedem gefallen.
00:46:20: Also ihr kriegt auch genug ab.
00:46:21: Sonst jetzt nicht so, dass alle nur positiv gestimmt sind.
00:46:23: Aber wir machen gerade echt Druck auf dieses Thema.
00:46:27: Oder wir alle.
00:46:29: Aber wir als Medienteil eben auch unseren Teil mit.
00:46:32: Und wie gesagt, ich habe es vorhin schon mal gesagt, wir verlassen die Bubble.
00:46:35: Und das finde ich spannend.
00:46:36: Also wir reden plötzlich mit Menschen, die sich vorher noch nie mit diesen Themen beschäftigt haben.
00:46:41: Das ist tatsächlich sehr wichtig.
00:46:44: Natürlich bist du jetzt mit dem... Thema heute auch in unserer Bubble beim Kinderschutz Podcast tatsächlich.
00:46:52: Das ist ja eine Bubble, aber das ist wertvoll und die ist so wichtig.
00:47:00: Aber das merken wir auch in unserer Projektarbeit seit vielen Jahren, dass diejenigen, die halt eben in dem Thema unterwegs sind, die sind fit, die kennen sich aus, die wissen Bescheid.
00:47:13: Aber es erreicht eben nicht die Masse und von daher finde ich das sehr, sehr, sehr wertvoll, was ihr da macht und hofft natürlich, dass es noch mehr erreicht.
00:47:26: Das ist ganz simpel letztlich.
00:47:29: Die besten Dinge sind simpel.
00:47:32: Ihr verbreitet wichtige dass sich die Menschen selbst ihre Gedanken machen können und auch die Erkenntnisse selbst erzielen.
00:47:54: Trotzdem gut, dass ihr bei vielen Artikeln unten einfach auch so Tipps habt, wie red ich jetzt richtig mit meinem Kind und was sind sinnvolle Sätze, damit ich gut ins Gespräch komme.
00:48:04: Das finde ich absolut wertvoll und das hilft.
00:48:09: Und von daher kann ich nur sagen, keep going.
00:48:14: Bei uns ist es ja so.
00:48:16: Wir könnten, klar, ich habe vorhin auch noch mal draufgeguckt, bei Zweihundertfünfzig Artikeln.
00:48:21: Wir könnten jetzt in jeden Artikel noch mal reingehen und vertiefen.
00:48:26: Aber ich glaube, an der Stelle macht es Sinn, alle eben auf den Block hinzuweisen und sagen, schaut's euch an.
00:48:35: Folgt der Initiative und ja, ich sage mal so, ihr müsst nicht alle selbst recherchieren.
00:48:45: Das wird für euch wunderbar aufbereitet, um es auch über eure Wege in der Fachwelt, aber eben auch außerhalb der Bubble, zu verbreiten.
00:48:56: Von daher ist es eine total wertvolle Arbeit, die ihr leistet und ich kann da nur Danke sagen.
00:49:02: Toll, super.
00:49:05: Ich danke dir.
00:49:06: Wir leben das noch wirklich gerne an und es fühlt sich auch richtig an.
00:49:11: Also muss man doch sagen, eine kleine Ergänzung, wir sind wirklich nicht neutral.
00:49:17: Also das ganze Projekt hat eine ganz klare Haltung und die ist tatsächlich gibt Kindern eben nicht Zugang dazu.
00:49:25: Als neutral würde ich es nicht beschreiben.
00:49:27: Das merke ich auch an den Anforderungen.
00:49:30: Das ist super.
00:49:31: Also wir versuchen die Berichterstattung so neutral zu machen wie es geht und die gefährden das ja.
00:49:37: Aber das Projekt als solches hat eine Haltung.
00:49:40: Und hinter der stehen wir auch alle komplett.
00:49:42: Ja,
00:49:43: alles gut.
00:49:44: Die kann ich auch unterschreiben und die ist gut.
00:49:49: Und ich meinte aber die Artikel natürlich, das ist da nichts.
00:49:54: gefärbt ist sozusagen.
00:49:55: Das kann man schon sagen.
00:50:00: Wir haben heute zum Beispiel ein Artikel, vielleicht das ganze Stand, dass die Leute wissen, wie es so zustande kommt.
00:50:05: Wir haben heute einen Artikel gemacht über das Smartphone-Verbot in Brasilien.
00:50:10: Das kam jetzt eben, also war Anfang twenty-fünfundzwanzig, hat Brasilien aus Schulen, Smartphones, Verband und die Stanford University hat das untersucht und hat signifikante Fortschritte.
00:50:20: Also das Lernen funktioniert deutlich besser, Krawall ist weniger, Cybermobbing ist weniger unrund.
00:50:25: Also es ist ein Riesenpunkt für unsere Sache.
00:50:31: Was aber jetzt hier so ist, ich bin auch den Artikel gekommen, weil ich einen LinkedIn-Post gelesen habe von Jonathan Haidt, der dieses Buch geschrieben hat, Generation Angst.
00:50:39: relativ bekannt.
00:50:42: Und habe seinen Artikel gelesen und dachte mir, das war sehr krass geschrieben.
00:50:47: Das passiert, das passiert.
00:50:48: Und ich guckte und da habe ich angefangen zu recherchieren und die Sachen waren eben sehr aufgebauscht, so wie er das gemacht hat.
00:50:55: Das machen wir nicht.
00:50:56: Wir haben dann wirklich den Artikel noch mal recherchiert.
00:51:00: Ich habe ihn danach selbst noch mal zum Faktencheck durch drei verschiedene LLMs laufen lassen, also JetGPT, Geminal, Applexity.
00:51:08: Einfach umzugucken, stimmt das?
00:51:09: Entdeckt sich das wirklich mit der Faktenlage?
00:51:12: Und dadurch, es ist ein bisschen weniger geworden, was Jonathan Haid sozusagen erzählt hat.
00:51:18: Aber es ist dennoch genug, um was Cooles zu zeigen.
00:51:22: Und ich glaube, vielleicht ist das dieses Neutral, was wir natürlich versuchen.
00:51:26: Wir wollen natürlich keine Informationen erfinden, sondern wollen schon gucken, dass die Sachen, die wir schreiben, auch wirklich so sind, wie sie passieren.
00:51:39: Also, was wir uns wünschen, ist, dass die Plattformen viel mehr in die Pflicht genommen werden.
00:51:42: Also, ich glaube, das ist schon so.
00:51:43: Und damit das passiert, braucht man eine gesetzliche Regelung.
00:51:47: Ich glaube nicht, dass das Verbot und Medienkompetenz sich ausschließen.
00:51:52: Ich finde, Regulierung und Kompetenz, es braucht tatsächlich beides.
00:51:57: Ich persönlich würde gerne wirklich Smartphones auf den Schulen nehmen, weil ich einfach nicht glaube, dass das eine Bereicherung für den Schulalltag ist und würde mich freuen, wenn es Social Media absehend ist.
00:52:05: Jetzt hab ich zwar noch eine Minute Zeit, aber die hab ich vorhin schon locker verballert.
00:52:09: Sehr gut.
00:52:10: Also, dann bleibt mir nur noch zu sagen, vielen Dank lieber Tobias Dillinger.
00:52:16: Und viel Erfolg weiterhin mit Medienzeit-Elternblock.
00:52:21: Und an Sie, liebe Zuhörende, danke, dass Sie hingehört haben.
00:52:26: Das war der Kinderschutz-Podcast der Deutschen Kinderschutzschriftung Hänsel und Grieckl mit Jerome Bauen.
00:52:34: Damit wir alle besser hinhören und mehr verstehen.
00:52:38: Wollen Sie mehr hinhören, dann abonnieren Sie unseren Kinderschutz Podcast überall da, wo es Podcasts gibt und unter kinderschutz-podcast.de.