00:00:00:
00:00:21: Liebe Zuhörende, ich darf Sie und euch ganz herzlich zu einer weiteren Folge des Kinderschutz-Podcasts begrüßen.
00:00:30: Heute geht es um die sogenannten Care-Lever.
00:00:34: Junge Menschen, die in der Jugendhilfe aufgewachsen sind und ihren Weg in ein eigenständiges Leben finden müssen oft früher und auch unter anderen Bedingungen als Gleichaltricke aus Familien.
00:00:48: Was bedeutet der Übergang?
00:00:50: Welche Risiken entstehen und was brauchen Care- Lever?
00:00:55: für Hilfen.
00:00:56: Bei mir ist heute im Gespräch Laura Monats, sie ist Mitglied im geschäftsführenden Vorstand von CareLeverEV.
00:01:04: Liebe Laura herzlich willkommen bei unserem Podcast heute!
00:01:13: Ja vielleicht sagst du mal ein bisschen was zu dir paar Sätze zu deinem Hintergrund wie Du zu CareLiverEV vielleicht auch gekommen bist und Und dann steigen wir auch gleich ein.
00:01:27: Wir wollen erfahren, was CareLever-LV
00:01:30: ist?
00:01:31: Ja ... ich bin Laura Monat, vierundzwanzig Jahre alt und seit November, als Kassierin im Geschäftsführendenvorstand.
00:01:39: Ich bin Anfang in den Verein gekommen durch einen Vortrag von zwei sehr tollen Mitgliedern der Regionalgruppe Berlin.
00:01:48: Es war damals so, dass ich sogar danach noch einen Termin hatte.
00:01:51: Also, ich bin früher gegangen, weil ich nicht erwartet hab, so unbedingt interessieren würde oder dass da sehr spannende Sachen gesagt werden.
00:01:59: Und dann habe ich es auch bereut, dass ich früher gegangen bin und hab direkt danach ein E-Mail geschrieben ob ich denn nicht bei der Regionalgruppe mitmachen kann weil ich total begeistert war.
00:02:08: doch also ich hätte nicht erwartet das Menschen gibt die sich mit dem Thema beschäftigen und die so viele Themen auf dem Schirm haben.
00:02:16: Also ich dachte eigentlich Ich bin komplett allein damit und Das ist eh kein spannendes Thema für die meisten Leute.
00:02:25: Ja und dann habe ich einfach während des Vortrags gemerkt, wie viel Fachwissen die beiden hatten.
00:02:31: Auch über Dinge, die bisher niemand verstanden hat.
00:02:35: Also auch wenn ich mit Sozialarbeitenden gesprochen hab zum Beispiel über BAföG also ich musste damals BAföGS beantragen und muss es komplett abgeben als die Kosteranzien wurde ja abgeschafft aber beim BAföGs ist immer noch so dass man das komplett Abtreten muss an das Jugendamt und man ist gezwungen mitzuwirken bei der Beantragung.
00:02:54: Und ich werde später trotzdem zurückzahlen müssen, obwohl ich das für die ersten Monate gar nicht erhalten habe.
00:02:59: das Geld beziehungsweise ich hab es erhalten aber musste ans Jugendamt abgeben und sogar das wussten wir und das hätte ich überhaupt nicht erwartet.
00:03:05: Dann war ich natürlich sehr neugierig und habe dann auch relativ schnell angefangen mich zu engagieren.
00:03:11: also war im Abgeordnetenhaus meine Anhörung und habe mich für Fachveranstaltung gemeldet und denn bin ich so ein bisschen spontan in den Vorstand gekommen.
00:03:22: Ich wollte mich eigentlich gar nicht melden, dann dachte ich mir ... Kann ich mal probieren, wenn ich hier bin?
00:03:26: Dann hat's auch geklappt und das war eine sehr gute Entscheidung für mich!
00:03:29: Das heißt du hast quasi kommst auch selbst bis selbst im Care-Liver höre ich jetzt aus deinen Worten heraus...
00:03:38: Genau, das macht uns als Feinaus.
00:03:39: Wir sind eine Selbstvertretung,
00:03:41: d.h.,
00:03:42: unsere regulären Vereinsmitglieder und die Vorstandsmitgliedern waren in der Stadt zu nennen Kinder- und Jugendhilfe.
00:03:50: Wir sind außerdem auch im Ehrenamt beschäftigt, also wir machen hauptsächlich, sage ich mal einfach was anderes... Also ich studiere eigentlich Jura in der Examsvorbereitung und ich arbeite nebenbei auch an der Uni und kehre lieber auf Haus meinen Ehrenabend, mein Hobby, auch so ein bisschen Leidenschaft geworden oder was heißt ein bisschen?
00:04:06: Es nimmt mittlerweile schon sehr großen Teil meines Lebens ein ja und ist schon so eine Passion geworden, also dass ich auch gern beruflich eigentlich in die Richtung gehen würde weil ich gemerkt habe das Thema mir total liegt und Das ist einfach auch sehr viel Spaß macht da am Ehrenamt dabei zu sein.
00:04:23: Bei uns im Hauptamt ist es nicht notwendig, dass man Kerliebe aus ist.
00:04:26: natürlich schön wenn wir auch Kerlieber bei uns haben die ja für uns arbeiten aber Keine direkte Anforderung.
00:04:32: Wie ist der Verein so strukturiert vielleicht?
00:04:35: Also wenn du sagst, ihr habt ehrenamtliche aber auch hauptamtliche.
00:04:40: Kerliwey ist ja glaube ich eine Bundesvereinigung mit verschiedenen Regionaldirektionen.
00:04:44: Vielleicht skizzierst du mal ganz kurz auf die Struktur des Vereins.
00:04:49: Also wir haben eine Koordinierungsstelle, also das sind unsere Hauptamtlichen.
00:04:52: Darum dass auch ein Geschäftsführer Richard Werbern ist das aktuell, die uns halt in unserem Ehrenamt unterstützen.
00:04:59: Das können wir uns leisten weil wir durch das BMB FSFJ gefördert werden.
00:05:03: Also Personal ist einfach eine sehr hohe Kostenstelle und wir haben mittlerweile halt das Privileg dass wir uns das leisten können und dass wir darüber Unterstützung erhalten.
00:05:13: Wir haben einen Vorstand, der besteht eben auch kehrliefern.
00:05:16: Das sind acht Menschen, fünf im Beisitz, drei im Geschäftsfühlenvorstand.
00:05:20: Erster zweiter Vorsitz und halt ich als Kassiererin.
00:05:24: Und dann haben wir noch eine Community.
00:05:27: und ein wichtiger Faktor bei uns ist, wir sind bundesweit aktiv.
00:05:30: Deswegen ist vieles bei uns online weil ... dass einfach schlecht machbar ist, dass man sich wirklich im Präsenz trifft.
00:05:36: Also wir haben auch Veranstaltungen und Workshops wo man sich halt auch mal am echten Leben sehen kann.
00:05:42: aber so ein Herzstück unseres Vereins ist unsere WhatsApp Community.
00:05:46: also da gibt es verschiedene Untergruppen Ja, da kommen halt Leute aus allen verschiedenen Bundesländern so zusammen.
00:05:53: Und wer tauscht sich da aus?
00:05:55: Sind das jetzt dann tatsächlich auch jugendliche junge Menschen die noch im System sind sozusagen in der Jugendhilfe zum Beispiel und ... Wer ist da?
00:06:10: Wer tausht sich aus?
00:06:11: zu welchen Themen?
00:06:14: Hilfe, Strukturen.
00:06:15: Man braucht Hilfe wie dein Beispiel mit dem BAföG zum Beispiel.
00:06:20: Wo geh ich hin?
00:06:21: Wie kümmere ich mich?
00:06:22: Was sind so die Themen, die dann auch innerhalb dieses Netzwerkes gespielt werden und besprochen werden?
00:06:30: Also vielleicht sollte ich erst mal klarstellen es gibt doch Fördermitgliedschaften Und institutionelle Mitgliedschaft Die sind aber nicht bei uns in der Community.
00:06:38: also die Community ist für CareLieber Also halt Menschen, die selber Jugendhilfe erfahren haben.
00:06:44: Stationäre Jugendhilferfahrungen und ja da sind sowohl Menschen, wie noch in der Jugendhilfee sind es sind aber auch sehr viele und ich würde sagen überwiegend Menschen die schon aus der Jugend Hilfe raus sind.
00:06:55: wir sind aber natürlich auch offen für sogenannte Care with Seaver.
00:06:57: also Care with seaver nennen wir die Menschen die eben noch im Jugendhilfsystem drin sind.
00:07:03: Und da kommen ganz verschiedene Fragen Manchmal zum Beispiel so Alltagsfragen, zum Haushalt.
00:07:09: Also beispielsweise worauf achte ich, wenn ich einen Stromvertrag abschließen muss?
00:07:14: oder meine Waschmaschine ist kaputt gegangen?
00:07:16: was mache ich denn jetzt?
00:07:18: Vielleicht auch wo?
00:07:19: ich habe kein Geld weil das mit dem BaföG-Antrag nicht geklappt hat.
00:07:22: kann mir jemand helfen?
00:07:24: manchmal auch sehr emotionale Fragen also zb bald des Weihnachten Ich weiß nicht wo ich feiern soll.
00:07:29: wie geht ihr damit um?
00:07:33: An meinem Ausbildungsort sind Leute irgendwie sehr unsensibel mit dem Thema umgegangen.
00:07:37: Habt ihr Erfahrungen dazu?
00:07:38: Also, es ist einfach ein Raum für alle möglichen Fragen und wir haben zum Beispiel auch Untergruppen, zum Beispiel zum Thema Studium.
00:07:44: da kann man sich dann auch ein bisschen vernetzen und austauschen wie so die Erfahrungen sind weil das ja doch noch mal anders ist wenn man mit Living Care hintergrund zb an der Uni ist.
00:07:53: Ich fände es total spannend auch für die Zuhörende mal so eine ... generell Muss um Gottes willen auch nicht deine sein, aber auch eine Biografie vielleicht mal zu erfahren oder so.
00:08:10: Wie sieht das aus?
00:08:11: Wann kommt man in die Jugendhilfe?
00:08:14: Klar, da gibt es natürlich unterschiedliche Themen.
00:08:17: Das brauchen wir gar nicht zu tief auch ausbreiten.
00:08:22: Aber ... Ja, was ist so der typische Verlauf?
00:08:26: Und das wär vielleicht mal ganz spannend.
00:08:28: Damit man auch versteht, warum gerade dieser Übergang von ... in der späten Adoleszenzphase dann raus aus dem System so wichtig und entscheidend ist und wo da die Probleme liegen.
00:08:45: Also den typischen Verlauf würde ich sagen, den gibt's nicht, weil ... die Biografien, also wohl in der Herkunftsfamilie als auch in der Jugendhilfe super unterschiedlich sind.
00:08:54: Ich würde am ehesten meine Biografie jetzt erzählen nicht weil ich mich da einen Vordergrund stellen möchte sondern weil es immer gut finde wenn Leute über ihre eigene Geschichte erzählen und nicht andere Geschichten auch wenn's anonymisiert ist weitererzählen Und ich merke auch immer wieder wenn ich Leuten meine Geschichte erzähle dass es da halt einfach Überschneidung gibt.
00:09:13: Es gibt natürlich auch öfters mal die Verstellung, dass sich doch Dinge unterscheiden.
00:09:16: Aber das ist natürlich irgendwie selbstverständlich ... Also bei mir war es so, ich bin mit dreizehn auf eigenen Wunsch aus meiner Familie gegangen, also ich bin zum Jugendamt gegangen und ich kann mich auch ändern, ich stand in vom Jugendamtpatten, meine Mutter telefoniert und sagt so, Ich geh jetzt zum Jugendamt rein, weil ich will hier nicht mehr wohnen.
00:09:33: Und da hat sie natürlich ja ... Was heißt natürlich, ich habe sehr kühl reagiert und meinte ja dann macht das halt.
00:09:42: Aber schon mit sehr viel Passivaggressivität in der Stimme Und der Entschluss ist bei mir dadurch gekommen.
00:09:48: Ich hatte einen Schulausflug und ich dachte okay wenn ich jetzt nach Hause gehe Dann ist mein Tag wieder gelaufen und so ist einfach jeder Tag und es wollte ich nicht mehr Und wir hatten halt auch schon immer Kontakt mit dem Jugendamt.
00:09:59: Wir waren so lange, ich denke, kann irgendwie angebunden und es stand ... Das hab ich rückwirkend erfahren.
00:10:04: Immer wieder im Raum, dass wir alle rausgenommen werden.
00:10:06: Ich bin mit vier Geschüßtern aufgewachsen.
00:10:08: Aber irgendwie ist dann doch nicht wirklich was passiert.
00:10:11: Wir hatten ambulante Hilfen.
00:10:12: Die Erfahrung haben ganz viele, dass es immer wieder ambulante Hilfe gibt.
00:10:15: Und die reichte aber auch irgendwie nicht.
00:10:17: Dann bin ich rein zum Jugendamt, dann saßen da zwei Mitarbeiter.
00:10:23: Dann hab ich denen erzählt, was zu Hause passiert.
00:10:25: Ich hab halt Gewalt erlebt und dann kam kurze Zeit darauf eine Mitarbeiterin, die ich nicht kannte.
00:10:31: Die ist mit mir durch Berlin gefahren und so ans andere Ende ... Also wir sind ganz schön langgefahren und hat mich in so ein Haus gebracht.
00:10:40: Und das war halt eine Inoffgutnahmestelle.
00:10:41: Ich bin letztens tatsächlich noch mal dran vorbeigefahren und es ist auch nirgendwo ausgeschildert.
00:10:46: Man soll auch nicht wissen, dass da ne Inoff-Gutnahmistelle ist.
00:10:49: Das war halt so'ne große alte Villa.
00:10:51: Und ich hatte total große Schwierigkeiten, mich da zurechtzufinden.
00:10:55: Also ... Ich hab das jetzt schon ganz oft auch so bei Fachtagen erzählt, wenn ich mit Fachkräften spreche oder bei Fortbildungen, dass ich sage hey für euch ist es euer Berufsalltag ihr macht das vielleicht seit zehn Jahren?
00:11:08: Für uns ist das das erste Mal, dass wir da sind und für uns eine ungewohnte Situation nicht das Beste benehmen haben oder auffällig sind, was auch immer.
00:11:19: Denn es ist einfach schön, wenn Leute Verständnis haben und vielleicht merken, okay ... Das Kind ist grad in der Notsituation.
00:11:27: Und weiß nicht so ganz, wie's damit umgehen soll.
00:11:30: Ganz viele Sachen wurden persönlich genommen, die ich gesagt hab.
00:11:33: Oder nach einer Sache meinte zum Beispiel ein Azir zu mir ... So zu reden hast du bestimmt Zuhause gelernt?
00:11:43: Ich hatte das wirklich nicht böse gemeint, was ich gesagt habe.
00:11:46: Bei mir kommt dazu, dass ich auf Aspergautismus.
00:11:48: Also ich hatte auch Probleme irgendwie mich auszudrücken und es war zu dem Zeitpunkt auch undiagnostiziert.
00:11:56: Das hat für mich einfach schwieriger gemacht als gab auch einen ganz tollen Erzieher der war glaube ich der Leiter und den anderen, der er gearbeitet hat.
00:12:03: Der hat mir nachts vorgesungen und das hat mich zum Beispiel total geholfen, er kam mit seiner Gitarre manchmal hat er mir auch vorgelesen und das hab ich mit zu Hause mal gewünscht.
00:12:10: Das hat mir total geholfen, oder der Leiter dort, der so Witze mit mir gemacht ... Und das fand ich total schön, davon hätt ich gern mehr gehabt.
00:12:19: Ich war halt nur ein, zwei Wochen dort, trotzdem wollte für mich voll die große Bedeutung, weil mich das aufgefangen hat.
00:12:25: Das hatte aber leider nicht gereicht, weil ich eben sehr viel Instabilität hatte, also dann Obhutnahme soll oft den Kontakt abgeschnitten werden erst mal zum Eltern.
00:12:35: Man hat dann plötzlich gar keinen Kontakt mehr zu den Eltern und kein Kontakt zum Geschwistern.
00:12:39: Meine Tante ist mich noch besuchen gekommen, aber ich war da erst mal komplett auf mich gestellt.
00:12:45: Ich hatte ein Handy, meine Mutter hat mich angerufen, hat geweint ... Und die Lösung dafür war nicht, dass mir jemand erklärt hat, wie ich damit umgehe, sondern oh, wir nehmen ihr das Handy am besten weg?
00:12:53: Was ich natürlich nicht wollte mit Reizeln, weil es ja schon der letzte Draht nach außen ... Weil auch noch dazugekommen ist, ich durfte nicht rausgehen.
00:13:02: Es war abgesperrtes Gelände und es gab einen riesigen Zaun.
00:13:06: Ich konnte da nicht einfach rausgehen und mal einkaufen gehen sondern ich war halt dauerhaft dort wenn ich nicht gerade in der Schule war.
00:13:12: Und dann kamen auch noch organisatorische Probleme dazu.
00:13:15: also ich bin zu spät zur Schule gekommen.
00:13:17: ich wurde von einer Lehrerin richtig.
00:13:20: Ich bin zu spät gekommen und habe mich gut hingesetzt, weil ich nicht stören wollte.
00:13:24: Was war am anderen Ende von Berlin?
00:13:26: Und ich wollte auch nicht von der Klasse erklären, warum ich zu späts gekommen bin und dass sich nichts dafür kann.
00:13:31: Ihre Reaktion war ja also ... Nicht mal entschuldigen tust du dich, das nächste Mal kannst du draußen warten!
00:13:37: Dann haben mir Unterlagen gefehlt, meine Hefter waren alle zu Hause, da war ich spontan in Obhutnahme gekommen.
00:13:43: Dann bekam ich eher von einer Klassenlehrerin, die sogar wusste was los ist.
00:13:48: Das hat für mich einfach extrem schwierig gemacht, dort zu bleiben.
00:13:50: Ich bin dann weggelaufen und wieder zu meinen Eltern.
00:13:53: Dann gab es ein Gespräch ... Und ich hätte mir heute gewünscht, dass Jugendamt mehr hingeguckt hätte.
00:13:59: Also, ich wurde nach Hause geschehen, obwohl meine Mutter sich beim Gespräch extrem viel verhalten hat.
00:14:04: Sie hat mich angeweint, dass ich zurückkommen soll.
00:14:07: Und das Jugendamt hat mitbekommen, wie sie meinte.
00:14:10: Ich weiß gar nicht, ob ich die jetzt auch zurückhaben möchte, was für mich auch emotional.
00:14:14: Gewalt ist sehr stark.
00:14:17: Das wurde aber vom Jugendamt wegignoriert.
00:14:20: Ich wollte tatsächlich die Jahre darauf immer wieder doch noch mal raus, und ich hab irgendwie mitbekommen, dass das Jugendamt so gesehen hat als wirklich die Jugendhilfe als Hotel sehen.
00:14:29: Weil wenn ich will rein, dann will ich wieder raus und mich doch wieder rein ... Und das ist es halt einfach nicht, sondern es ist unfassbar schwierig in der Jugendhilf auch Fuß zu fassen vor allem, wenn so viel Druck von außen auf einen zukommt.
00:14:42: Und ich bin dann erst mit siebzen wieder in die Jugendhilfe, eine therapeutische Wohngruppe und da war ich dann auch bis zwanzig.
00:14:48: Das war auch enorm schwierig, sich dort einzufinden zum einen also weil die Hilfe für mich einfach nicht gepasst hat und das Jugendamt mir auch nicht gut gesonnen war leider und das erlebe ich immer wieder wenn ich mit Leuten über ihre Biografien spreche dass das Jugendamt eigentlich so schnell wie möglich die Hilfe beenden möchte weil es einfach sehr teuer ist.
00:15:05: Also mir wurde auch in der Hilfe gesagt Die Hilfe kostet fünf Tausend Euro im Monat.
00:15:11: Das geht von meinen Steuergeldern weg und deswegen musst du das machen, damit es sich auch lohnt so dass das Geld investiert wird.
00:15:19: Und Menschen die zu Hause leben den wird hoffe ich jedenfalls nicht vorgeworfen wie teuer sie für ihre Eltern sind.
00:15:25: Man ist ja nicht eine Jugendhilfe, weil Spaß macht.
00:15:27: Natürlich möchte man bei seinen Eltern wohnen und wenn ein Kind oder einen Jugendlicher nicht bei den Eltern wohnt, dann ist das halt ein Alarmsignal, was man auch ernst nehmen sollte und was man den jungen Menschen nicht vorwerfen sollte.
00:15:39: Und was ich erlebt habe in viel anderer Leben ab achtzehn erfolgt schon der Druckaufbau.
00:15:43: Ist eigentlich schon halb bis Jahr bevor man achtzehnt wird, dass man möglichst schnell rausgehen soll aus der Hilfe erwartet wird oder hin und her diskutiert.
00:15:55: Entweder man ist zu selbstständig, dann soll man raus, weil man kann ja schon alles ... Oder man ist nicht selbständig genug, bringt die Hilfe nichts, sondern soll auch rausgehen.
00:16:04: Egal wie man es dreht und wendet, man soll bitte ausziehen.
00:16:08: Man merkt diesen Kostdruck bei den Ämtern, dass sie halt einfach schauen müssen.
00:16:15: Teilweise muss man sagen, wer helfen Sie?
00:16:18: Und wem können Sie nicht helfen?
00:16:19: Weil sie hat eben Budget haben, die sie da einhalten müssen und selber Druck von den Vorgesetzten bekommen.
00:16:25: Und das ist überhaupt nicht kindeswohl dienlich.
00:16:28: Das ist also auch wirtschaftlich gedacht ... Ich will nicht wirtschaftliche denken.
00:16:31: Ist das einfach Quatsch, sag ich mal?
00:16:33: Weil wenn ein Kind jetzt zum Beispiel zehn Jahre in der Jugendhilfe war, dann ist es doch viel sinnvoller noch ein, zwei Jahre Geld zu investieren damit der Mensch selbstständig ist als dass man die Person früh rauswirft.
00:16:43: Dann geht das katastrophal schief!
00:16:47: Also...
00:16:47: Glaubst du, dass das ... wenn du sagst ein, zwei Jahre länger.
00:16:56: Jetzt könnte man ja sagen, na, man müsste vielleicht auch in der Jugendhilfephase noch vielleicht früher anfangen mit bestimmten Maßnahmen, Trainings-, Hinweisen, Coaching.
00:17:09: wie gehe ich mit Geld um?
00:17:12: Wie richtig mir eine eigene Wohnung ein?
00:17:14: Wie finde ich einen Job?
00:17:15: all diese Fragestellungen.
00:17:17: Oder sagst du, na ja ... wahrscheinlich auch vielleicht zu früh.
00:17:22: Weil man da in der Reife noch nicht so weit ist als Kind in der Jugendhilfe.
00:17:31: Was würdest du dir wünschen?
00:17:32: Dass man sagt, diese Phase geht bis einundzwanzig und eben nicht bis achtzehn.
00:17:37: Und damit könnten wir viele Probleme lösen mit dem Pauschal auch nicht sagen können.
00:17:43: Aber wo siehst du die ... die Hebel, die eigentlich aus deiner persönlichen Erfahrung auch herausgedreht werden müssen.
00:17:54: Damit man diesen Übergang besser gestaltet und gefestigt in ein selbstständiges Leben gehen kann?
00:18:01: Es sollte halt nicht erst beim Übergangen die Vorbereitung anfangen, sondern eigentlich schon viel früher, dass man jungen Menschen einfach mehr zutraut und nicht nach Schema F geht, sondern individueller denkt.
00:18:13: also ganz oft herrscht halt so ein bisschen die Vorstellung, wir behandeln alle gleich.
00:18:18: Denn es ist fair und das ist einfach nicht ... Ich hab das zum Beispiel bei mir in der Hilfe erlebt, dass ich zu Hause selbst einkaufen gehen durfte.
00:18:27: Und ich habe einen Budget bekommen.
00:18:29: In der Jugendhilfe musste ich das erst mal wieder verlieren und dann ausgezogen bin, hab ich wieder so'n Budget gehabt oder halt ein größeres Budget gehabt.
00:18:37: Das ist absolut nicht förderlich!
00:18:39: Man sollte schon gucken ... Was kann die junge Person schon und was kann sie noch nicht?
00:18:44: Und wo müssen noch so die Stellschrauben angezogen werden, oder wo müssen die vielleicht sogar auch gelockert werden.
00:18:53: Also wenn es jetzt zum Beispiel um Geld geht ... Dass man nicht nur guckt hier hast du ein Budget, geh mal damit einkaufen, sondern dass man auch schaut wie priorisiert man z.B.
00:19:01: bei Geld?
00:19:02: also will ich mir das teure Handy kaufen oder will ich mein günstiger Handy kaufen.
00:19:06: Also was lohnt sich da?
00:19:10: Wie viel Geld möchte ich im Monat sparen?
00:19:12: Das wird einem auch ganz oft abgenommen.
00:19:14: Dann gibt's irgendwie ein erspartes, das verwaltet die Jugend her, also was jedenfalls bei mir ... Verwalt die Jugendhilfe-Einrichtung, da muss man immer fragen, ob man das von dem Geld haben kann.
00:19:24: Und ich hätte mir schon viel früher gewünscht, dass ich das Geld auch selber bekomme und mich dabei unterstützt, dass Ich das selbst verwalte und nicht, dass sich immer zu meinem Betreuer gehen muss und sagen muss, ich will mir das
00:19:33: kaufen.".
00:19:33: Dann schreibt er es auf und dann wird es rausgegeben, sobald ich weiß nicht ganz erlaubt.
00:19:39: Taschengeld ist eigentlich zur freien Verfügung zwangsweise einbehalten wird und zum Sparen genutzt wird, dass es auch sehr schwierig oder als Belohnung genutzen wird für Belohnungssysteme.
00:19:50: Das erleben wir halt immer wieder das Gesetze nicht eingehalten werden, weil es einfach ... nicht genug kontrolliert wird.
00:19:59: Und was ich mir wünschen würde ist, dass auf die Biografie mehr eingegangen wird oder vielmehr darauf vorbereitet wird, wie's emotional ist, die Hilfe zu verlassen.
00:20:08: Das kommt ganz oft zu kurz in so ... Verlaufsbögen wird schon dokumentiert, wie sind die Verbindungsfamilie?
00:20:16: Hat der junge Mensch Freunde.
00:20:18: Aber selten geguckt wird es zum Beispiel auch nach Hobbys ... Also was hat der jungen Mensch für Hobbies?
00:20:25: Wie kann man diese Hobbis unterstützen?
00:20:27: Was
00:20:28: gibt's für Leidenschaften und wie kann man sie weiter ausbauen?
00:20:31: Das bringt ja sehr viel Stabilität.
00:20:33: Dass man z.B.
00:20:34: im Verein ist, dass man bestimmte Interessen hat, das muss nicht formal sein, dass ein Mitglied ist oder einfach ... Und dass man das irgendwie noch weiter unterstützt.
00:20:48: Mich erinnert es so ein bisschen auch, keine Ahnung, kommt mir zu spontan in den Sinn ... Wenn man in die Schule schaut, sozusagen im Kindergarten wird die Kreativität gefördert und da aktiv.
00:21:02: Und sobald ich ein System komme was nach Schema F agiert vernichtet man ja viel bei den Kindern.
00:21:12: also Schule gibt natürlich Tolles Schulen und viel, viel gute Beispiele.
00:21:18: Aber letztlich wird ja auch vieles kaputt gemacht.
00:21:21: Und irgendwie habe ich jetzt gerade die Analogie, wenn du in die Jugendhilfe kommst ... Ich gehe noch härter, also fast schon eine Entmündigung teilweise, die du da beschreibst.
00:21:36: Und dann erwartet man sozusagen so mit achtzehn ... Jetzt muss es aber selbstständig sein, jetzt muss es funktionieren.
00:21:42: Aber auf dem Weg dahin entmündige ich und schwäche und stärke nicht die Resilienzfaktoren bei den Kindern jugendlichen, sondern mache gerade das Gegenteil.
00:21:52: Glaubst du da auch ... Die Kompetenz ist immer nur ... Ich finde immer dieser Ruf nach dem Geld logisch, aber ist es auch die Kompetens?
00:22:05: Teilweise der Menschen, die in diesen Einrichtungen arbeiten.
00:22:09: Die einfach sagen was mal zu wünschen übrig lässt.
00:22:14: oder ist es einfach das der Druck da einfach zu groß ist immer auf die Kosten zu gucken dass sie selbst schon abgeschalten haben gesagt haben wir machen wir machen das was wir müssen und nicht das was Wir gerne wollen würden wie der Laura-Kunstprojekt ermöglichen oder, oder.
00:22:34: Ich finde
00:22:34: es total spannend dass du diese Frage stellst.
00:22:36: also ich glaube ist das beides zum einen ungenügend Kompetenzen aber auch einfach Überlastung in der Hilfe.
00:22:42: Ich glaube das geht beides auch Hand in Hand.
00:22:44: Also wir bräuchten viel mehr Fortbildungen, vielmehr Weiterbildung im Bereich nicht nur Liebenkehr sondern generell auch was Ich sag mal, eine erfreulichere Pädagogik angeht.
00:22:56: Also ich find pädagogisch total spannend.
00:22:58: also ich habe mich letztens sehr viel mit Herbert Renz-Polster beschäftigt der bedürfnisorientierte Erziehung macht und mir fällt immer wieder auf dass in der Jugendhilfe noch viel mehr schwarzpädagogic herrscht oder auch vielmehr veraltete Vorstellungen davon wie Kinder und Jugendliche zu sein haben Und das ist auch oft mit dem kostendruck zusammenhängen.
00:23:20: Ich weiß zum Beispiel von mir und vielen anderen, dass gefordert wird.
00:23:23: Dass man einen Beruf nachgeht oder eine Ausbildung ... Oder wenn man das nicht schafft in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen auch, wenn die Person locker auf den ersten Arbeitsmarkt kommt.
00:23:34: Aber Hauptsache, die Person erbringt irgendeine wirtschaftliche Leistung.
00:23:39: Und ich hatte letztens mit einer ganz tollen Teamleitung gesprochen, die ich nach Fortbildung kennengelernt hab.
00:23:44: Sie meinte, die jungen Menschen müssen noch erst mal ankommen.
00:23:47: Wenn sie jetzt aus der Familie kommen, wo sie ... stark traumatisiert wurden, denn sollen die doch erst mal sich irgendwie einleben können und wenn sie dann noch nicht das optimale Verhalten haben oder erstmal in die Schule gehen können oder was auch immer.
00:23:59: Dann ist es halt so und ich fand das total schön weil ich das eben nicht so erlebt habe.
00:24:04: Oftmals geht das allein schon wegen des Jugendamtes nicht.
00:24:07: Da hat man auch noch mal diesen Druck, selbst wenn man eine tolle Einrichtung und eine toelle Pflegefamilie hat, die einen da unterstützt, muss das Jugendamt mitmachen.
00:24:16: Und wenn sie sagen, hier wären ja keine Leistungen abbracht ... Die vielleicht auch unter dem Druck stehen von ihren Vorgesetzten, dass sie sparen müssen, dann wird's halt einfach sehr schwierig.
00:24:29: Aber ich find den Vergleich mit der Schule eigentlich sehr gut!
00:24:32: Das Wissen ... Über Pädagogik hat sich so extrem weiterentwickelt, aber die Umsetzung ist irgendwie in allen Bereichen stehen geblieben und hält da einfach bei Weitem nicht Schritt.
00:24:47: Und das wirkt wahrscheinlich im Bereich der Jugendhilfe noch mal doppelt- und dreifach schwer, also im Schulbereich ... können in vielen Fällen, hoffentlich so viel wie möglich Familien auch einiges ausgleichen und viele tun ja da auch was.
00:25:05: Aber wenn du natürlich als dreizehnjähriger quasi allein gelassen bist zu Hause eben die Möglichkeiten nicht bestehen und die Impulse auch gegeben werden dann bist du ja in diesem System ... Was dich sehr klein hält am Ende wahrscheinlich auch Wie?
00:25:27: Vielleicht hast du da Statistiken.
00:25:30: Jetzt könnte man auch böse sagen, wie viele Menschen gibt es vielleicht?
00:25:35: Vielleicht weißt du das auch aktuell in dieser Lebensphase einfach die im Jugendhilfe sind und diesen Übergang gestalten.
00:25:51: Und welche nehmen?
00:25:52: eine gute Biografie Kann man auch nicht über ... Ist mir schon klar, die Frage ist schwierig.
00:26:00: Aber gibt es auch die Fälle, wo soher die landen in der Obdachlosigkeit?
00:26:05: Die Jugendlichen und kommen einfach im Leben nicht zurecht.
00:26:09: Und andere, du studierst jetzt Jura zum Beispiel.
00:26:12: Du hast Power, das merkt man.
00:26:16: Ich geh dadurch, ich packt es und ich gehe mein Weg.
00:26:20: Das würde mich auch mal interessieren, wie da so die Biografien einfach verlaufen.
00:26:25: Da sind wir schon wieder beim neuen Problem.
00:26:26: Und zwar gibt es zu wenige Statistiken zur Jugendhilfe, zum Beispiel was das Thema Obdachlosigkeit angeht und Wohnungslosigkeit.
00:26:35: Da müsste man ja in entsprechenden Unterkünften Nachforschung anstellen, was halt auch ein bisschen schwierig ist, weil die Menschen hier eigentlich genug Belastungen haben und damit dem Team hingehen, was statistische Auswertungen erstellen möchte, nicht ganz so sensibel ... gibt auch minderjährige Menschen, die aus der Kinder- und Jugendhilfe in die Obdach- und Wohnungslosigkeit geraten, was eigentlich gar nicht passieren darf.
00:27:01: Und da wär's natürlich auch mal spannend, Zahlen zuzuhaben aber das würde natürlich sehr schwierige Implikation haben.
00:27:10: also ich glaube dass Interesse daran ist aktuell nicht so hoch da mal nachzuforschen also jedenfalls von Seiten des Hilfesystems.
00:27:19: Und eigentlich sollte es auch nicht passieren, dass man ab achtzehn in die Wohnungs- und Obdachlosigkeit übergeht.
00:27:24: Also das muss eine Übergangsplanung gemacht werden und es muss eine angemessene Anschlussmaßnahme gefunden werden also ein anderes Sozialhilfesystem oder in der eigene Wohnung vielleicht auch mit Unterstützung, mit Nachbetreuung.
00:27:39: Leider passiert halt immer noch zu häufig das Mitwirkungen... Kein Recht ist, obwohl es das eigentlich sein sollte.
00:27:45: Sondern als Pflicht ausgelegt wird.
00:27:47: also man hat ein recht auf Mitwirkung beim Hilfeplan aber oftmals ist Es so dass einem mitwirkungen so als würde auch verlegt wird.
00:27:54: wenn man nicht mitwirkt dann bringt die Hilfe ja nichts und Dann kann man die hilfe auch verlassen weil man nimmt die helfe ja nicht an wird nicht darauf geguckt Ob die Hilfe vielleicht einfach nicht passt oder ob es andere Alternativen gäbe, sondern das Risiko wird sehr oft auf den jungen Menschen verlagert.
00:28:11: Und so passiert's ja doch leider immer noch öfter ... Oder was heißt öfter?
00:28:16: Dazu ist es schwierig dazu Zahlen rauszusuchen aber dass Menschen ohne richtige Übergangsplanung entlasten werden und dann gucken müssen wie sie selbst zurechtkommen.
00:28:26: Da ist man auch wieder viel Glück angewiesen wenn man eine sehr engagierte Einrichtung in eine sehr engagierte Pflegefamilie hat, die dann mit dem Jugendamt kämpft oder auch Jugendamtsmitarbeiter hat.
00:28:37: Die Partu sagen, nee wir setzen hier niemand auf die Straße, denn da hat man natürlich schon mal einen ganz großen Vorteil.
00:28:42: aber wenn man Pech hat und ... Die Einrichtungen der Pflegefamilien ist nicht zufrieden mit einem das Jugendamt auch nicht, denn sind die Chancen extrem gering weil man is einfach in der Unterzahl so, weil es sind Fachkräfte, die einem dagegen übersitzen.
00:28:56: Man selbst hat vielleicht noch gar nicht die Kraft so für sich zu kämpfen oder auch das Wissen.
00:29:02: Also ein ganz großes Manko in der Jugendhilfe ist die Aufklärung über Rechte in der Kinder- und Jugendhilfee.
00:29:08: Ich bin nicht gerade bei einem Projekt beteiligt, beim Reaktionsteam wo wir den rechten Ratgeber schreiben.
00:29:13: Und ein ganz großer Punkt ist wie kriegt man es an jungen Menschen heran?
00:29:18: Man kann nicht in jede Einrichtung gehen, man kann nicht eine Pflegefamilie gehen.
00:29:22: Man kann's über die Jugendämter versuchen aber... Da kann man natürlich auch nicht nachkontrollieren, dass die es wirklich weitergeben.
00:29:28: Und gerade wenn das Jugendamt Kostendruck hat und sparen möchte, weiß man nicht, ob die so einen Rechteratgeber weitergeben wollen?
00:29:36: Ich sag mal, die jungen Menschen bewaffnen wollen mit Wissen wie sie vorgehen, wenn Hilfe beendet wird!
00:29:41: Ja da brauchst du dann andere Wege.
00:29:43: und ich gehe davon aus, dass ihr dieses Jahr wahrscheinlich als Verein macht und über die Regionalgruppen ... dass ihr versucht, auch wahrscheinlich direkt an die Jugendlichen ranzukommen.
00:29:57: Die noch im ... nicht Care-Receiver wie heißt es vorhin genannt sind.
00:30:07: Ist das so ein Ziel?
00:30:08: Auch das Vereinst hier zum Beispiel den rechten Ratgeber dann auch da zu platzieren und an die Kids zu bringen
00:30:16: Also tatsächlich der rechte Ratgeber, das macht die IGFH.
00:30:19: Wir haben ganz viel Kooperation wo wir mitwirken also die Internationalgesellschaft für Erziehung ist es und wir stoßen tatsächlich als Verein weil wir halt eben überwiegend im Ehrenamt sind auch ganz oft an unsere Grenzen.
00:30:31: also wir haben regionalgruppen.
00:30:33: Wir hatten in der Regionalkruppe Berlin auch schon das Projekt, dass wir eine Spende bekommen haben im Höhe von fünfhundert Euro für ein Emmy-Lübeskind aus Stiftung.
00:30:46: Und ... wir sind dann halt in einen Richtung gegangen als die Menschen aus der Regionalgruppe Berlin und haben Bücher verteilt zum Thema Living Care.
00:30:55: Aber es ist schon ein Riesenaufwand für ehrenamtliche ... Und sehr viele Einrichtungen kann man damit jetzt auch nicht erreichen.
00:31:03: Es ist schön, dass wir solche Projekte machen und wir geben uns auch Mühe.
00:31:06: Wir hatten überlegt zum Beispiel einen Hochschulprojekt zu machen also wo wir mit angehenden Sozialarbeiten sprechen.
00:31:13: aber ganz oft merken wir halt einfach das... ...wir die Defizite der Jugendhilfe nicht ausgleichen können.
00:31:19: Also wir kriegen auch ganz oft Anfragen zur Living Care-Projekten.
00:31:22: Also teilweise als Bitte, dass sie es irgendwie weiterleiten oder weil Die Fachkräfte, die den Begriff Kerli war kennen.
00:31:29: Dann sehen sie unsere Seite und denken, ah, wir haben bestimmt Wohngruppen!
00:31:32: Und sowas ist absolut nicht unser Vereinsziel.
00:31:35: Wir haben keine Wohneinrichtung oder irgendwas.
00:31:38: Wir machen ja politische Lobbyarbeit also dass wir uns für Themen der Kinder- und Jugendhilfe einsetzen, wir machen Communitybuilding das wir uns gegenseitig bestärken, dass wir selbstwirksam auftreten weil wir uns halt als Betroffene eben selbst darstellen und selbst vertreten.
00:31:57: Und das halt mit Fachwissen kombinieren, indem wir zum Beispiel bei so Projekten von anderen Organisationen dabei sind und uns beteiligen.
00:32:05: Unsere fühlen wir halt Fachwissens- und Expertenwissen aus Erfahrung zusammen.
00:32:11: also es nennt man Export by Experience.
00:32:13: Wir haben unser eigenes Erfahrungswissen.
00:32:15: Es ist natürlich auch gut Fachwissenschaft zu haben aber... Die Praxis sieht ja doch oft noch mal anders aus.
00:32:20: Dann ist es einfach gut, beides miteinander zu kombinieren.
00:32:22: Es geht gar nicht darum, das irgendwie gegeneinander aufzuliegen, sondern ... es miteinander in Einklang zu bringen.
00:32:28: Heute gab's zum Beispiel eine E-Mail an die Regionalgruppe Berlin von der Fachkraft, die nach ne Anschlussmöglichkeit gesucht hat und die hat uns den vollen Namen der Person geschickt.
00:32:38: Und ein Dokument vom Jugendamt, wo persönlich Daten drin stehen.
00:32:42: So was hab ich halt jetzt schon öfter gelesen und find' ich halt sehr schwierig.
00:32:49: Weil die jungen Menschen auch einen Recht auf Datenschutz haben, dass das nicht irgendwelche ehrenamtlichen Leute in einem Vorstand lesen.
00:32:57: In der Regionalgruppe Berlin sind ja auch nicht nur Vorstandsmenschen, sondern es sind auch reguläre Vereinsmitglieder und wenn sie Zugriff auf die Mail haben können die das lesen?
00:33:04: Das sind sensible Daten... Ja!
00:33:07: Und es ist dann auch schwierig immer wieder auf diese Mail antworten zu müssen weil Ja, der hat im Ehrenamt, da müssen wir von Fachkräften anfragen.
00:33:16: Weiter leiden nur den Erklärern was eigentlich unsere Aufgabe ist und dabei ist es auch einfach schön wenn Leute irgendwie mehr Allgemeinbildung zu unserem Verein haben oder sich irgendwie besser auf der Website umgucken.
00:33:26: aber gleichzeitig verstehen wir natürlich auch die Not, die dahinter steckt.
00:33:29: das ist natürlich auch schön wenn sich Fachkräfte einsetzen nach solchen Projekten suchen weil sie halt eben nicht wollen dass ihre zu betreuenen Jugendlichen auch der Straße landen oder keinen richtigen Anschluss finden.
00:33:42: Ich finde, ihr macht das letztlich genau richtig.
00:33:46: Und eigentlich glaubwürdiger geht es ja gar nicht.
00:33:49: Wenn ihr sagt Expert by experience ist eigentlich genau der richtige Weg.
00:33:57: Das ist generell das Thema was wir viel stärker brauchen.
00:34:02: wenn man uns auch über Kinderrechte unterhalten bezieht die dies betrifft in allen Bereichen ein.
00:34:09: würdest du sagen Ähm ... auch auf politischer Ebene, werdet ihr ernst genommen?
00:34:17: Werdet ihr gehört oder müsst ihr da kämpfen.
00:34:22: Das Thema Lobbying ist ja ein Thema.
00:34:25: Ich mein, dafür steht ihr ja auch euch dafür einzusetzen.
00:34:31: Aber wie ist da die Akzeptanz?
00:34:35: Also ich hab das Gefühl, das Thema ist sehr im Kommen.
00:34:38: Sowohl politisch als auch ... gesellschaftlich.
00:34:42: Also es werden ja auch zum Beispiel immer mehr Filme zu dem Thema gemacht, wir kriegen ganz oft Anfragen zu Bachelor-Masters oder Doktorarbeiten weil Interviews mit uns angefragt werden und politisch sind wir als Verein zumindest schon ziemlich gut vernetzt.
00:34:58: also wir kriegen sehr viele Anfragen, wir werden sehr oft beteiligt Wir stoßen aber auch oft noch an Hürden an Gerade wenn es um Politik geht, also wir waren zum Beispiel in der Kinderkommission und dann werden Fahrtkosten nicht bezahlt weil wir Laubiarbeit machen.
00:35:13: Wir sind halt ein Verein von betroffenen Menschen und jetzt kein Ölkonzern.
00:35:19: Ja, wir werden dann so ein bisschen gewissermaßen gleichgesetzt.
00:35:23: Oder viele Fachthelmine sind oft irgendwie unter der Woche, frühes, vormittags was zum Beispiel Studenten vielleicht noch geht, für Menschen die berufstätig sind oder Familie haben andere Kehrverpflichtungen.
00:35:36: ist das nochmal irgendwie komplizierter?
00:35:37: Oder wenn wir z.B.
00:35:39: teilweise auch zur Stellungnahme für Gesetze eingeladen vom Ministerium und wenn wir denn nur zwei Wochen Zeit haben für eine Stellungnahmen und das halt wirklich mit der Community nicht nur im Vorstand machen wollen, ist das eine Riesenaufgabe.
00:35:52: Und wirklich schwer umsetzbar.
00:35:56: Und ja selbst Fachverbände die bezahlte Mitarbeiter haben stoßen da teilweise an ihre Grenzen und wir denn noch mehr.
00:36:04: und es klopft mir jetzt auf die Schulter aber wie sagen Es ist so heftig, also wir wären nicht bezahlt dafür.
00:36:10: Wir sind im Ehrenamt und andere hatten auch schon Probleme damit irgendwie fristgerecht fertig zu werden Und wir haben es jetzt aber auch geschafft Obwohl wir halt eben kein Geld dafür bekommen obwohl wir arbeiten gehen studieren gehen Ausbildung machen oder vielleicht auch krank sind oder andere Schwierigkeiten in dem Leben haben.
00:36:27: und trotzdem schaffen wir es immer wieder uns einzugregen und die Rückmeldung kriegen wir auch ganz oft von Fachkräften.
00:36:33: Also dass sie sagen, oh, wir haben euch diesen Monat schon zweimal gesehen.
00:36:36: Einmal in Hannover einmal in Berlin.
00:36:39: Wie schafft ihr das denn alles im Ehrenamt?
00:36:41: Und das wird oftmals sehr wertgeschätzt.
00:36:45: also natürlich haben wir auch schon Erfahrung gemacht mit nicht so... Nicht so aufgeschlossene Fachkräften, aber wenn wir zum Thema Living Care machen, dann kommen meistens Leute, die auch Interesse am Thema haben.
00:36:58: Die schon ein bisschen fortgebildet sind und wir haben mittlerweile auch unsere festen Ansprechpartner und Organisationen, auf die wir uns verlassen können, wo wir wissen, die Zusammenarbeit klappt gut und da werden wir wertschätzend
00:37:10: behandelt.".
00:37:11: Ja, das ist toll.
00:37:12: Ich hoffe, dass wir natürlich auch mit unserem Kinderschutz-Podcast ein bisschen dazu beitragen noch mehr auf euch aufmerksam zu machen.
00:37:20: Vielleicht magst du, weil wir haben ja auch sehr viele Zuhörende aus der Fachwelt einfach nochmal so gegen Ende unseres Gespräches jetzt dann auch demnächst mal so ein bisschen zusammenfassen was ihr leisten könnt, wo ihr vielleicht unterstützend auch tätig sein könnt für Fachberatungsstellen und Jugendhilfe wie auch immer.
00:37:46: Aber gerne auch was ihr nicht leisten könnt weil es gibt ja auch Dinge wenn dann dreißig Anfragen kommen und ihr gar nichts damit anfangen können das einfach noch mal klar ist.
00:37:58: was bekommt man bei CareLeverEV?
00:38:01: Wo habt ihr vielleicht auch Bedarf an Netzwerkerweiterung und Kooperation?
00:38:07: Vielleicht willst du da ein bisschen was noch dazu sagen.
00:38:10: Also wir freuen uns natürlich über Kooperationsanfragen, über Anfragen zu... Fortbildungen zu Fachveranstaltungen oder Ähnlichem.
00:38:19: Da ist halt einfach nur wichtig, dass man bedenkt wir sind im Ehrenamt das kann manchmal dauern bis wir antworten es kann sein dass Leute doch irgendwie ausfallen und Es ist natürlich auch immer schön wenn uns denn auch ein bisschen Arbeit abgenommen wird besonders weil wir unentgeltlich irgendwo sind dass wir nicht noch großorganisatorische Aufgaben mittragen müssen, weil wir eben sehr viel Anfragen bekommen.
00:38:42: Es ist immer schön, wenn wir auch finanzielle Wertschätzung bekommen in irgendeiner Form.
00:38:46: Wenn wir bei einer Fachveranstaltung sind und die Fachkräfte kriegen Geld ... Dass wir dann auch Geld kriegen?
00:38:52: Weil das teilweise nicht so schön ist.
00:38:56: Nee, für mich wäre das selbstverständlich, da muss eine Gleichbehandlung her, völlig klar!
00:39:01: Ja, mittlerweile ... kommt das auch oft von selbst, aber ganz oft mussten wir auch nachfragen oder ... Wir mussten doch noch mal hochhandeln.
00:39:08: Und wir verstehen natürlich, dass ein Fachkraft, der zum Beispiel einen Doktortitel gemacht hat, hart dafür gearbeitet gleichzeitig erzählt
00:39:14: wird.
00:39:14: Ihr habt Entschuldigung?
00:39:15: Aber da sagen Sie jetzt mal Expert by experience!
00:39:18: Also das ist mindestens genauso viel wert wie jetzt Herr Prof.
00:39:24: X Y. der vielleicht, die eine Folienschlacht von Assistenten vorbereitet wurde.
00:39:31: Ich will jetzt niemandem zu nahe treten und so gar nicht böse gemeint.
00:39:35: Aber ihr bringt da etwas ... Und wenn ich jetzt auch unser Gespräch anschaue, ich hatte hier wahnsinnig viele Fragen.
00:39:48: Die hast du alle währenddessen sozusagen beantwortet Und hast auch die Bereitschaft gehabt, eine persönliche Geschichte voranzustellen.
00:39:58: Also großen Respekt und danke dafür einfach.
00:40:04: Wow!
00:40:04: Ja?
00:40:05: Super.
00:40:06: Aber jetzt hab ich dich wieder unterbrochen.
00:40:07: Alles gut, genau.
00:40:09: Wir begehen uns ja oft in eine sehr emotionale Situation für uns als wir erzählen von unserer Geschichte, wir erzähln von unseren Erfahrungen.
00:40:19: Damit sind wir auch einfach nochmal, also ich will nicht sagen dass wir damit untergeordnet sind oder irgendwas aber wir sind einfach in einer verletzlicheren Position.
00:40:27: Also wenn ich jetzt auf einer Fortbildung bin dann ist das halt meine Geschichte denn Ja, eine schon auch emotionale Belastung gewissermaßen.
00:40:38: Also wenn ich jetzt ... Ich war letztens auf der Fortbildung, die gegen den ganzen Tag und in der Pause geht's um Liebling Care, beim Abendessen geht es um Liebing Care.
00:40:47: Wir bringen immer wieder unsere persönlichen Momente ein.
00:40:50: Und das ist halt einfach auch so eine Dauerbelastung über Stunden hinweg.
00:40:54: Wenn ich jetzt über mein Studium reden würde oder arbeitstechnisch irgendwas machen würde, das würde mir nicht ansatzweise so nahe gehen.
00:41:01: Jetzt bin ich irgendwie labiert oder irgendetwas.
00:41:05: Es ist halt einfach so, auch wenn man das Thema gut für sich aufgearbeitet hat.
00:41:08: Trotzdem versetzt es dann immer wieder in so einem bestimmten Status, jedenfalls ist es bei mir so, wenn man darüber redet und da ist natürlich auch schön, wenn Wertschätzung damit umgegangen wird.
00:41:19: also ich verstehe natürlich auch die Wunschlage, dass man die persönliche Geschichte erzählt hat.
00:41:24: aber es gibt auch Menschen, die wollen das nicht.
00:41:27: Wir haben zu welcher Fachkräfte empfangen, die wollen vielleicht lieber nicht auf ihr Liebenkehr da sein reduziert werden.
00:41:33: Sondern wollen auch auf fachlicher Ebene in Ernst genommen und der nicht nach ihrer Biografie gefragt werden oder wollen lieber über ihr Expertenwissen so ... über ihr Experience-Wissen reden aber ohne jetzt konkrete Situationen aus ihrer Jugendhilferfahrung zu nennen weil vielleicht eben auch die Erfahrung, die Belastungen noch sehr groß ist Und das ist einfach wichtig dass man halt mit sensiblen Menschen zu tun hat Sie und Anna kennen und auch vorsichtig sind, wenn es um Nachfragen geht.
00:42:00: Also
00:42:00: seid da.
00:42:01: das einfach mein Tipp ... Seid da selbstbewusst?
00:42:07: Das ist wirklich total wertvoll was ihr da leistet!
00:42:12: Und ich finde das echt sehr spannend.
00:42:21: Also ältere Kerliefer bezeichnen sich häufiger, so habe ich es als sein Kinder erlebt.
00:42:26: Was wir nicht benutzen dem Begriff.
00:42:29: Weil eine Heimerziehung damals anders war als Jugendhilfe heute.
00:42:34: Ich hab das Gefühl, es herft aber oft noch ... ein großes Stigma, dass Leute nur den Begriff halb im Kind kennen.
00:42:41: Dass wir schwererziehbar sind, dass wir in einem vitorianischen Weisenhaus aufgewachsen sind.
00:42:45: Also so ganz komische Vorstellung, dass die Leute gar nicht wissen was Kinder- und Jugendhilfe ist.
00:42:50: Ich würde mir wünschen, dass es gesamtgesellschaftlich mehr Bewusstsein gibt.
00:42:54: Dass man eben nicht mehr diese drakonische Vorstellungen hat.
00:42:57: Das sage ich nicht, weil das Kinder-und Jugendhilfesystem total toll läuft.
00:43:01: Ich hab schlimme Erfahrungen gemacht.
00:43:03: Aber Jugendhilfen ... kann und soll eigentlich ja auch helfen.
00:43:09: Dass es eben, als das gesehen wird und erlebt wird und praktisch umgesetzt wird, eben als Hilfe für den Kinderschutz, dass junge Menschen Schutz erfahren und ein Grund warum dieser Übergang aus der Hilfe so sensibel ist... Weil Kinder und Jugendhefe nochmal viel mehr Zugriffmöglichkeiten hat.
00:43:25: Also ich erlebte es mal meinen Geschwistern, die sind jetzt volljährig und haben eine Behinderung Und das ist viel schwieriger irgendwelche Schutzmechanismen ausfindig zu machen und durchzusetzen Wenn sie dann gleich in der Kinder- und Jugendhilfe besser angebunden gewesen wäre oder aus der Familie gekommen wären, wäre das viel simpler gewesen.
00:43:43: Und das ist halt auch eine Chance wenn die Kinder und Jugendlichen noch so jung sind dass man eben noch viel besser eingreifen kann.
00:43:49: Noch viel besser helfen kann.
00:43:51: ja und ich würde mir einfach auch wünschen dass auch dieser Übergang besser geplant wird, also eben auch auf dieser emotionalen Ebene über die wir gesprochen haben.
00:44:00: Dass nicht nur auf formelle Sachen geguckt werden wie schulische Bildung sondern dass halt auch geguckt wird, wie geht's dem jungen Menschen und nicht halt nur so pathologisieren, sondern auch einfach nicht immer so negativ.
00:44:14: Also Hilfplanung ist ganz oft defizit orientiert, sondern dass man auch Ressourcen der jungen menschen viel besser herausarbeitet und eben nicht nur nach Schema F geht jeden gleichbehandelt, sondern dass man fair behandelt.
00:44:30: Dass man guckt wer braucht was und ich glaube das würden dann werden wir einfach schon ganz große Fortschritte machen und dass man einfach zu allen Menschen ein bisschen nachsichtiger ist weil Man sieht kehrliefern auf der straß nicht an dass die kehr lieber sind.
00:44:42: also wenn Mensch etwas nicht kann oder mit Sachen noch Probleme hat dass man generell irgendwie nicht so abwertend zueinander ist, sondern einfach ... ja weiß dass es auch Menschen gibt die sind vielleicht in einer schwierigeren Familie groß geworden.
00:44:56: Die sind in der Kinder- und Jugendhilfe groß geworden Und das nicht alle Menschen die gleichen Startvoraussetzungen hatten.
00:45:02: Ich kann mir glaube ich kein besseres Schlusswort vorstellen.
00:45:07: Ja lieber Laura Monath, ich dank dir ganz herzlich für dieses wirklich tolle Gespräch Für die Offenheit Und dass du uns diesen ganzen Themenbereich näher und so emotional auch näher gebracht hast, sehr toll.
00:45:24: Ja, liebe Zuhörende an Sie, danke, dass Sie hingehört haben!
00:45:30: Das war der Kinderschutz-Podcast der deutschen Kinderschutschriftung Hänsel & Grickel mit Jerome Bauen Damit wir alle besser hinhören und mehr verstehen.
00:45:42: Wollen sie mehr hinhöhren?
00:45:43: dann abonnieren Sie unseren Kinderschutz Podcast überall da, wo es Podcasts gibt und unter kinderschutz-podcast.de.